„Jetzt erstmal schlafen und dann weiter gammeln...“ –

Jugendwinterfahrt 2009

Am Freitag, den 30.1.09 trafen wir uns, das sind acht junge und etwas ältere Jugendliche und der Kaplan um 15 Uhr auf dem Kirchenparkplatz zum gemeinsamen Packen des Bullis und fuhren gegen 15.45 Uhr los nach Polen. Szklarza Poreba war unser Ziel. Mit wenig Platz und kalten Füßen fuhren wir ungefähr fünf Stunden, bevor wir uns aufwärmen und die Zimmer beziehen konnten. Wir drei Mädchen schnappten uns natürlich das größte Zimmer. Die Zimmer waren gemütlich eingerichtet und die Betten konnten wir uns so stellen, wie wir es wollten. Nach dem ersten gemeinsamen Essen beschäftigten wir uns eigenständig und rüsteten uns dann für die erste Nacht. Am Samstag standen wir spät auf und erkundigten mit unseren Schlitten die Umgebung. Als wir bei einer kleinen Skipiste keine Erlaubnis bekamen, dort zu rodeln und Jonny das trotzdem tat, wurde uns schon mit der Polizei gedroht. Ein paar Meter weiter fanden wir jedoch eine gute Stelle zum Rodeln und taten das mit Schlitten und Folie gute drei Stunden lang. Total erfroren und erschöpft kamen wir zurück und wärmten uns in unseren Betten auf. Zum Abendbrot gab es eine deftige Suppe á la Claude. Mitten in der Nacht gingen Flo, Philipp und Jonny noch mal rodeln und demolierten dabei den Zaun der Skianlage. Am Sonntag standen wir früher auf als am Samstag, aber nicht so erheblich viel. Nach dem Frühstück gingen alle, bis auf Natalia, Lulu und Lukas, rodeln. Wir fuhren und flogen mit und ohne Schlitten den Berg hinab. Das ergab viele blaue Flecken... Danach wärmten wir uns wieder in unseren Betten auf. Am frühen Abend gingen wir noch mal mit den Schlitten los und feierten bei Extremtemperaturen und extremem Schneefall auf der Skipiste die heilige Messe, in der gewisse Charaktere aus der Heimat auftraten. Danach war wieder Rodeln angesagt. Zurückgekommen gab es Mario Barth und Poker und später dann gemeinsames Ausklingen des Tages. Montag standen wir extrem spät auf und machten ungefähr gar nichts. Dabei kamen Sätze wie „jetzt erstmal ´ne Runde schlafen und dann weiter gammeln“ und „jetzt erstmal ´ne Stunde schlafen und dann ins Bett“ auf. Der Tag klang mit einer von Claudius aus der Stadt geholten Pizza aus. Filme- gucken gehörte zum Alltag und die Wege zum Klo oder in ein anderes Zimmer waren schon große Anstrengungen. Am Dienstag standen wir schon um 9.00 Uhr (!!!) auf und fuhren nach Karpacz zu einer Rodelbahn. Silvi bekam einen Schneeball ins Auge und Jonny versuchte auf Polnisch, ein Gespräch anzufangen, was im totalen Chaos endete. Da uns das polnische Wort für Schneeballschlacht nicht einfiel, versuchten wir, auf Deutsch übersetzt, einen Schneekrieg anzuzetteln, was die Polen aber nicht verstanden. Dann machten wir uns auf den Rückweg und ruhten uns erstmal in unseren Zimmern aus und warteten auf Patte, der einen Tag mit seiner polnischen Familie verbracht hatte. Da er aber nicht kam, fuhren wir gesammelt los zu Tesco, einem Laden, in dem man so ziemlich alles kaufen kann. Als wir zurückkamen war Patte dann da und wir konnten gemeinsam essen. Es gab ein polnisches Gericht, das für einige Geschmäcker nicht das Richtige war. Danach war wieder eigenständige Beschäftigung an der Reihe und so verging dann auch der letzte Abend. Am Mittwoch, dem letzten Tag dieser doch recht schönen Fahrt, saßen wir noch einmal gemeinsam beim Frühstück, schmierten uns Brötchen für die Rückfahrt und packten dann unsere Sachen zusammen und machten uns auf den Rückweg nach Berlin. Es war ziemlich ruhig, denn wir waren müde und der Abschied machte uns Kopfschmerzen. Wir kamen dann gegen 20.00 Uhr in Berlin an und freuten uns, wieder zu Hause zu sein. Fazit: Es war eine echt schöne Fahrt, mit viel Spaß, einer Menge Schnee und blauen Flecken. Es hat sich auf jeden Fall gelohnt, mitzufahren!

     Sonja Polenz

 

 

Fasching2009

Fasching 2009




Show details for Alle Dokumente in dieser RubrikAlle Dokumente in dieser Rubrik