Katholische Arbeitnehmerbewegung

KAB was ist sie, was will sie?

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Seit über 40 Jahren ist die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) mit einer Gruppe in unserer Gemeinde beheimatet. Die KAB-St. Dominicus gehört dem Diözesanverband Berlin an, der wiederum Mitglied des Bundesverbandes der KAB Deutschlands ist. Weltweit gibt es 36 nationale Verbände, die im Weltverband Christlicher Arbeitnehmer Organisationen (WBCA) zusammengeschlossen sind. Seit der Gründung von KAB-Vereinen in Deutschland, vor mehr als 150 Jahren, hat sich die KAB immer für die Anliegen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer eingesetzt. Von den örtlichen Vereinen über Bezirks- und Diözesanverbänden wurden soziale Fragen diskutiert, Vorschläge erarbeitet und an politische Gremien weitergeleitet. So wurde Einfluss auf die Gestaltung der Gesellschaft genommen. Zahlreiche Frauen und Männer der KAB haben durch Mitarbeit in gesellschaftlichen Gruppen, politischen Parteien und Parlamenten das Gedankengut der KAB, die Soziallehre der Kirche zum Tragen gebracht.

Zwei Beispiele, wo die Vorschläge der KAB auch gesetzliche Auswirkungen zeigten:

So ist das Kindergeldgesetz maßgeblich von Frauen und Männern der KAB mit gestaltet worden. Bernhard Winkelheide, damals Diözesansekretär der KAB in Münster und Mitglied des Deutschen Bundestages, wird auch als Vater des Kindergeldgesetzes bezeichnet. Bernhard Winkelheide und der damalige Familienminister Dr. Würmeling waren es, die mit dafür gesorgt haben, dass das Kindergeldgesetz im Oktober 1954 im Deutschen Bundestag verabschiedet wurde. Ein zweites Beispiel ist die Anerkennung von Kindererziehungszeiten in der sozialen Rentenversicherung. Wieder waren es Frauen und Männer der KAB, die die Vorarbeit für die parlamentarische Verabschiedung dieses Gesetzes leisteten. Hinzu kam, dass die KAB in der Bundesrepublik über 1 Mio. Unterschriften dafür gesammelt und dem zuständigen Ministerium übergeben hat.

An diesen beiden Beispielen wird deutlich, dass auf die Gestaltung der Gesellschaft Einfluss genommen werden kann. Das ist jedoch nur möglich, wenn hinter diesen Forderungen eine mitgliederstarke Organisation steht.

Darüber hinaus geben wir unseren Mitgliedern direkte Hilfe und Unterstützung. So werden sie in arbeits- und sozialrechtlichen Fragen beraten und erhalten Rechtsschutz vor den Arbeits- und Sozialgerichten. Da die KAB als Organisation mit sozialpolitischer Zielsetzung anerkannt ist, hat sie als einziger katholischer Verband die Möglichkeit, ihre Mitglieder rechtskräftig vor den Arbeits- und Sozialgerichten zu vertreten.

Die KAB versteht sich auch als Bildungsbewegung. Vornehmlichstes Ziel ist es, das Kennenlernen und Verbreiten der Katholischen Soziallehre. Dies geschieht in verbandseigenen Bildungseinrichtungen oder in Vortrags- und Diskussionsabenden in den Gruppen.

Um das alles noch wirkungsvoller durchführen zu können, werden viele Mitglieder benötigt. Wenn auch Sie diese Anliegen unterstützen möchten, kommen Sie einmal als Gast zu unseren monatlichen Zusammenkünften. Wir würden uns freuen, Sie begrüßen zu können.

In der Zusammenkunft am Donnerstag, dem 10. Januar 2008, hat Herr Horst Michel über das Thema „Vorsorgeverfügung“ gesprochen.

 

Allen Lesern wünschen wir Gottes Segen für das Jahr 2008.

„Werden auch Sie Mitglied der KAB“

Für die KAB-Gruppe St. Dominicus

Johannes Ulbig

 

 




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