Loch bei Loch und hält doch … II

Es tut weh, Gottesdienste zu streichen. Immerhin wurden bei der regulären Märzzählung in der Sonntagsfrühmesse um 8.00 Uhr 133 Gottesdienstfeiernde gezählt. Dennoch ist es nicht vermeidbar. Wir müssen uns auf die Zukunft vorbereiten und unsere pastoralen Aktivitäten den Gegebenheiten anpassen. Dabei dürfen wir nicht nur auf uns selbst schauen, sondern müssen den Blick auf das Ganze weiten. Im Süden Neuköllns leben vier Gemeinden mit vier Pfarrern und weiteren Ruheständlern sehr dicht beieinander. Die öffentlichen Verkehrsverbindungen sind traumhaft. Davon können unsere Geschwister im ländlichen Teil unseres Erzbistums nur träumen. Es ist schwer, liebgewordene Gewohnheiten zu verändern … und es gibt bei Ihren Voten keinen Gewinner und Verlierer.

Dennoch: DANKE sage ich allen, die ehrlichen Herzens mitgedacht haben, wie wir die Gottesdienstzeiten an Sonntagen legen, und DANKE sage ich allen, die ohne (viel) Murren die Veränderungen mittragen.

Die Familien müssen ihren Tagesplan nicht ändern, nur weiterhin „so früh“ aufstehen, denn es haben doch einige Familien für eine 10.00-Uhr-Messe votiert.

Es fehlt eine 8-Uhr-Messe, erst recht wenn sie einem so vertraut war. Ja, sie fehlt im Süden Berlins und es ist eine Herausforderung für alle Gemeinden in Kooperation darüber nachzudenken. Die Abendmesse ist nicht gleichzeitig der Ersatz dafür, dass der Sonntag mit der heiligen Messe beginnt. Auch alle „11-Uhr-Gänger“ kommen später nach Hause als sonst. Es ist schön, dass Sie dennoch den Schwerpunkt „Familien und ihre Kinder“ mittragen, denn sie sind unsere Zukunft und sich an die neue Zeit gewöhnen werden. Vielleicht kommen Sie ja zum Frühstück zum Gemeindetreff und feiern anschließend die heilige Messe. DANKE, dass Sie auch mich verstehen, dass ich zwischen den heiligen Messen Zeit brauche für Sie und für mich.

In den Sommerferien werden wir die alte Ordnung beibehalten: 8.oo Uhr und 10.00 Uhr. Im 10.00-Uhr-Gottesdienst wird dann auf die starke Prägung des Familiengottesdienstes, also auf das Neue Geistliche Liedgut, auf die Katechese im umfassenden Sinn und auch auf manche katechetische Aktion zu Gunsten eines etwas ruhigeren Gottesdienstes verzichtet, da viele Kinder in den Ferien verreist sind. Mit dem letzten Feriensonntag werden wir dann die neue Ordnung 9.30 und 11.30 am Sonntag weiterführen. Vieles gilt noch bedacht zu werden: Ministrantenarbeit, Jugendarbeit, Begleitung Ehrenamtlicher, die Fahrten, etc. Wir brauchen dabei viel Heiligen Geist. Möge Gott uns dabei begleiten.

Pfarrer B. Tippelt

 

 




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