Liebe Gemeinde,

40JahreDominicus

der Sommer ist vorbei und die Ferien der Kinder sind zu Ende gegangen. Der Abschlussgottesdienst der RKW (Religiösen Kinderwoche) ist mir dabei die innere Uhr. Voller Ferienerlebnisse geht es ins neue Schul- und Arbeitsjahr. Die sommerliche Zäsur ist zu Ende. Bei allem, was im Urlaub und den Ferien passierte, war für mich die Nähe Gottes zu spüren: die hochsommerlichen Temperaturen, der heimatliche Kiefernwald, die einsame Dorfkirche, der herrliche Ostseestrand, die vielen Kinder und Jugendlichen, die in diesem Jahr mit der Tobitgeschichte unterwegs waren, voller Begeisterung, voller Lieder und Fröhlichkeit. Es war von eine Gott gesegnete Zeit der Bewegung, der Entspannung, der Meditation und der Aktion. Ich hoffe, dass diese Erlebnisse nachklingen wie die Melodie dieses schönen Liedes: „Gott hat uns längst einen Engel gesandt…“.

Nun hat uns der Alltag wieder. Doch Gott verlässt uns auch darin nicht. Die vielen Spuren seiner Gegenwart können wir mehr und mehr sehen lernen: die Frische des Regens, der Windhauch am Abend, die Kühle der Nacht, die Unendlichkeit des Sternenhimmels, die lachenden Kindergesichter… Es sind Bilder für Gottes sorgende Nähe. Er lässt nicht nach in seiner uns umhüllenden Liebe. Er ist da und schenkt uns die Entdeckung seiner spürbaren Gegenwart. Hier in der Gropiusstadt dürfen wir auf vierzig Jahre Gemeinde St. Dominicus zurückschauen. Viele haben ihr Glaubenszeugnis im Leben der Gemeinde hinterlassen. Viele haben sich für das Wohl der Menschen in unserer Stadt bemerkenswert eingesetzt und Bedingungen geschaffen, die das Leben schützen, bilden und fördern. Viele haben hier Heimat gefunden und ein neues zuhause. Viele sind zu Freundinnen und Freunden geworden, haben Gemeinschaft gestiftet und die Gemeinde trägt die Last und die Freude miteinander. Viele haben ihren Glauben in der Großstadt neu entdeckt und entfaltet. Viele haben Orientierung und Halt gefunden. Viele haben sich weltweit im Kampf gegen Not und Elend engagiert.

Ja, unsere Gemeinde darf das 40-jährige Bestehen feiern als Fest gelebten Glaubens mitten in einer Welt des Umbruchs und des Aufbruchs und des Neubeginns. Wir feiern das Fest in der uns inzwischen zur Heimat gewordenen Rundkirche, in deren Mitte wir unsere Welt tragen und zu Gott erheben. Er berührt und verwandelt uns. So können wir Zeuginnen und Zeugen seiner Liebe in unserer alltäglichen Welt werden.

Das neuste Projekt unserer Gemeinde ist die Einrichtung des katholischen Hortes in der St. Mariengrundschule unter den veränderten gesetzlichen Bestimmungen. Hier soll die Verbindung von Schule, Kita, Hort und Gemeinde gestärkt und die Grundlage für ein katholisches Bildungskonzept im Süden Berlins weiterentwickelt werden.

Ich wünsche Ihnen in Ihrer Familie das Gespür für die verwandelnde Kraft der Nähe Gottes und seinen froh machenden Geist.

Herzlich Ihr Pfarrer Bertram Tippelt

Bertram Tippelt




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