Die KAB informiert

Das Weltnotwerk der KAB zum Erntedankfest

Am Sonntag, den 28. September  wird die KAB-Gruppe um 11 Uhr den traditionellen
Gottesdienst zum Weltnotwerk der KAB gestalten. Musikalisch wird ihn wieder die Gruppe Grex begleiten. Die Kollekte an diesem Wochenende wird erbeten für das KAB-Berufsförderungszentrum Menteroda in Thüringen.

In dem Berufsförderungszentrum wird benachteiligten Jugendlichen die Möglichkeit geboten, eine berufliche Ausbildung zu erhalten.

Das Berufsförderungszentrum, das am 1. Oktober 1991 mit der Ausbildung von neunzig Jugendlichen in den Bereichen Metall, Holz, Raum und Farbe sowie Hauswirtschaft begann, ist heute aus der Ausbildungslandschaft Nordthüringens nicht mehr wegzudenken.

Die KAB war getragen von dem Wunsch, in Menteroda ein Zeichen der Hoffnung und der Solidarität zu setzen, indem sie sozial benachteiligten jungen Menschen durch Berufsvorbereitung und Berufsausbildung Lebenschancen verschaffen wollte. Anders als in den alten Bundesländern war der Aufbau damals von viel persönlichem Engagement und Einfallsreichtum geprägt, da die gewohnten politischen und  kirchlichen Strukturen noch fehlten.

Das Berufsförderungszentrum mit seinen Außenstellen in Eisenach und Langensalza hat derzeit hundert Auszubildende in Benachteiligten- und  Behindertenprogrammen mit acht Ausbildungsberufen. Darüber hinaus werden 150 Jugendliche in berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen für eine Ausbildung qualifiziert.  Gemeinsam mit der ARGE Unstrut- Hainisch werden junge Menschen qualifiziert und sozial stabilisiert, um ihren Einstieg in den ersten Arbeitsmarkt zu  verbessern.

Mit der Kollekte aus den Gottesdiensten am 27. und 28. September 2008 wollen wir das Projekt unterstützen, damit auch weiterhin Jugendlichen in der Region der Einstieg in das Berufsleben erleichtert wird. Wir bitten um eine großherzige Spende.

 

KAB-St. Dominicus

H. Ulbig

 

 

Vergeßt mir die Toten nicht….

Ein Sommerspaziergang der KAB-Gruppe St. Dominicus

mit christlichen, politischen, kulturellen und historischen Hintergründen

 

KAB1
Zu dieser seit langem vorbereiteten Veranstaltung waren wir eine Gruppe von 16 Personen, in der wir diesmal wieder Gäste begrüßen konnten.

Unser Ziel lag außerhalb des so genannten Kirchturmhorizontes südlich von Berlin.

Wir wollten den Südwest-Kirchhof in Stahnsdorf besichtigen.

Aus sachkundigem Mund hörten wir Einzelheiten über diese ungewöhnliche Anlage zur Bestattung von Verstorbenen.

Vor über 100 Jahren kauften die evangelischen Kirchengemeinden der Bezirke Charlottenburg und Schöneberg das Gelände, um der ständigen Zahl von erforderlichen Beerdigungen gerecht zu werden. Auch das war ein Zeichen der ständig ansteigenden Zahl der Bewohner Berlins.

1909 wurde der Kirchhof und schon 2 Jahre danach, die aus heimischem Nadelholz erbaute Kirche eingeweiht . Um die Toten in ihren Särgen und die Angehörigen nebst Trauergemeinde vor die Stadt zum Friedhof zu bringen, wurde die Bahnlinie von Wannsee bis nach Stahnsdorf extra verlängert. Am Vorabend der Beerdigung wurden die Särge mit der im Volksmund benannten „Friedhofsbahn“ nach Stahnsdorf gefahren.

Die Beerdigungskultur konnte sich entgegen der sonst stark reglementierten Vorschriften für andere Friedhöfe hier auf unterschiedlichste Form und Darstellung entfalten. Die Grabstätten waren von einfachsten Feldsteinen mit Schrift oder Relief, teils monumental, über filigranen Betonbögen bis hin zu kompletten, eigenständigen Friedhöfen auf dem Friedhof. So existieren zum Beispiel Grabanlagen mit gefallenen Soldaten unterschiedlicher Nationalität und Epochen.

Diese sind unscheinbar und für nicht Ortskundige unter Büschen oder Bäumen kaum

erkennbar. Die hinter schmiedeeisernen Toren und mit hohen Mauern eingefassten Stätten geben Zeugnis von bedeutenden Persönlichkeiten aus Politik, Militär und Wirtschaft. Damit für die Nachwelt deren Wirken nicht in Vergessenheit gerät, werden

die Grabstellen mit viel Geld und Aufwand vor dem Verfall gerettet.

Den nach Vorbild der Anlagen des Landschaftsarchitekten Peter Joseph Lenné  gestalteten Friedhof pflegten anfangs bis zu 150 hauptamtlich eingestellte Gärtner.

Heute sind 15 Gärtner mit Helfern bemüht, dem parkähnlichen Gelände und den Begräbnisstellen die Würde zu bewahren.

Bei der  Größe der Anlage ist das mit viel, viel Arbeit verbunden.

Möge dies in der heutigen Zeit denkmalgeschützte Gesamtareal noch lange erhalten bleiben.

Text und Fotos Lothar Paedelt

 




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