Der Seniorenrat informiert

Herr Olaf Garbrecht  vom Malteser Hilfsdienst  informierte vorwiegend ältere Gemeindemitglieder am  4. August ausführlich  zum Thema "Stürze vermeiden-Mobilität erhalten“.

Zunächst erläuterte Herr Garbrecht die Geschichte der Malteser. So steht bereits seit über 900 Jahren der Dienst am Menschen im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit der Malteser. Aus dem mittelalterlichen Ritterorden hat sich im Laufe der Zeit ein modernes karitatives Dienstleistungsunternehmen entwickelt.

Alle bundesweit 35.000 ehrenamtlichen und 3.000 hauptamtlichen Mitarbeiter engagieren sich getreu dem Malteser Leitsatz Tuitio fidei et obsequium pauperum – Bezeugung des Glaubens und Hilfe den Bedürftigen.
Der souveräne Ritter- und Hospitalorden vom Hl. Johannes zu Jerusalem genannt von Rhodos und von Malta (Malteserorden)
1099 Gründung in Jerusalem
1530 Ordenssitz auf Malta
1834 Ordenssitz in Rom
1933 Gründung des Johanniter-Samariter-Bundes – Katholischer Sanitätsdienst Groß-Berlin
1953 Gründung des Malteser Hilfsdienst e.V. durch den Malteser Orden und dem Deutschen Caritasverband
1956 Kooperativer Anschluss des Johanniter-Samariter-Bundes an den Malteser Hilfsdienst
Die Malteser in der Erzdiözese Berlin:
Dienststellen: 18
Ehrenamtliche: 900
Fördermitglieder: 25.000
Mitarbeiter: 75 HA, 206 GfB/nB, 33 Zivildienstleistende/Freiwillige im Sozialen Jahr
Umsatz: 8,2 Mio. Euro.                                                                                                                                            Danach widmete sich Herr Garbrecht dem eigentlichen Thema, um Senioren zu ermöglichen, möglichst lange selbstständig zu leben,  nämlich Stürze zu vermeiden. Für einen Großteil der gestürzten Menschen ist der Sturz mit Verletzungen und langwierigen Krankenhausaufenthalten verbunden.

Im Alter passieren häufig Stürze wegen altersbedingtem Fitnessmangel, Balance- und Gangstörungen, Einschränkung des Seh- und Hörvermögens. Um bis ins hohe Alter hinein möglichst fit zu bleiben, sollten viel Bewegung, gut trainierte Muskeln und eine gute Ernährung  zum Alltag gehören. Nur ausreichend Kraft und ein gutes körperliches  Balancegefühl  können helfen, Stürze zu vermeiden. Herr Garbrecht zeigte einige Übungen, die in den Alltag integriert werden können.

Stürze  entstehen häufig dort, wo man sich besonders sicher fühlt, nämlich zu Hause. Und meist  in alltäglichen Situationen wie beim nächtlichen Gang zur Toilette oder dem Verlassen der Dusche. Viele Wohnungen entsprechen nicht den Bedürfnissen älterer Menschen.  Deshalb sind besonders die Wege innerhalb der Wohnung z.B. von der Küche ins Wohnzimmer und noch wichtiger vom Schlafzimmer ins Bad nach Stolperfallen und unzureichender Beleuchtung zu checken und zu überlegen, wie mögliche Gefahrenquellen beseitigt werden können.

Unfälle zu Hause können auch vermieden werden, wenn die alltäglichen Dinge in Ruhe und mit Bedacht erledigt werden und die Wege in der Wohnung nicht zugestellt sind. Auch schützt eine gute, nicht blendende Beleuchtung.  Besonders wichtig ist dies auf dem Weg vom Schlafzimmer ins Badezimmer. Alle Lichtschalter sollten bequem zu erreichen sein. Insbesondere sollte sich die Nachttischlampe vom Bett aus leicht anschalten lassen. Wer nachts öfter aufstehen muss, kann ein Licht zur Orientierung brennen lassen.

Auch im Alter hält  Essen und Trinken Leib und Seele zusammen. Zwar brauchen Senioren weniger Kalorien als junge Menschen, doch genauso viele Vitamine und Nährstoffe. Es sollte  ein normales Körpergewicht angestrebt beziehungsweise gehalten werden. Das entlastet den Stoffwechsel, Herz und Kreislauf profitieren davon, die Gelenke werden geschont. Die Lebensfreude wird gestärkt.

Besonders ist auf ausreichend Flüssigkeit ist zu achten. Der Organismus älterer Menschen ist besonders anfällig für Störungen im Wasserhaushalt. Doch gerade im Alter lässt das Durstempfinden nach. Die Mediziner empfehlen mindestens 1,5 l Flüssigkeit täglich zu sich zu nehmen.

Sollte dennoch mal der Notarzt gerufen werden müssen, ist es gut, einen ausgefüllten Notfallpass dem Arzt überreichen zu können, damit dieser frühzeitig die medizinisch notwendig erforderlichen  Schritte einleiten kann. Herr Garbrecht überreichte allen Anwesenden einen Notfallpass.

Zum Schluss informierte Herr Garbrecht noch kurz über den Hausnotrufdienst, mit dem Senioren  bis ins hohe Alter selbständig in ihrer vertrauten Umgebung wohnen bleiben und sich trotzdem jederzeit sicher fühlen können. Ein einfacher Knopfdruck genügt, und die Malteser  organisieren individuell die Hilfe, die die jeweilige Seniorin/der jeweilige Senior  benötigt - rund um die Uhr. Der Hausnotrufdienst wird von der Pflegekasse bezuschusst.

Voller neuer Eindrücke und Informationen bedankten sich die Anwesenden bei Herrn Garbrecht und entließen ihn mit Gottes Segen in seinen verdienten Feierabend.

 

I.K

 




Show details for Alle Dokumente in dieser RubrikAlle Dokumente in dieser Rubrik