Von unseren Pfadfindern berichtet

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Rover-Atzen auf Bawaii 2010

 

Ein Teil der Rover unserer Gemeinde traf sich am 7. August morgens in der Gemeinde, um die letzten Vorbereitungen für die Fahrt zu treffen. Wir packten die restlichen Sachen ein und fuhren dann zum Bahnhof Südkreuz. Dort erwartete uns schon der weibliche Teil unserer Gruppe. Sie hatten den Proviant für die Fahrt eingekauft. Wir waren begeistert und machten uns auf den Weg zum Bahnsteig. Unser Zug kam bald. Nach vielem Umsteigen kamen wir dann in Ingolstadt an. Hier wurden wir von einer Frau abgeholt und zum Pfadfinderheim gebracht. Dort
RoverAtzen
angekommen, packten wir alles aus und grillten. Das war sehr lecker. Nach einer nicht sehr langen, aber erholsamen Nacht packten wir unsere Sachen und liefen zur FU Ingolstadt. An der FU hatten sich schon viele andere bayrische Pfadfinder getroffen (ca. 580). Dort wurden wir in Hike-Gruppen eingeteilt. Die nächsten 2 Tage hatten wir dann den Hike. Ein Hike ist eine Wanderung über mehrere Tage, bei der man versucht, ohne Geld auszukommen und möglichst Wanderwege zu benutzen. Nach diesen 2 Tagen kamen wir dann erschöpft auf dem Zeltplatz an. Hier bauten wir unser Zelt auf und blieben die restliche Woche. Das Wetter war die ersten paar Tage noch sehr gut. Danach wurde es regnerisch, aber das störte kaum jemanden, da die Sonne immer wieder zu sehen war und das Programm auch sehr gut war. Was jeden begeisterte, war das Essen! Es war jeden Tag etwas Leckeres auf dem Teller. Von Currywurst bis Weißwurst gab es wirklich alles. Was uns manchmal zu schaffen machte, war der bayerische Akzent. Jedoch konnten wir eigentlich immer das meiste verstehen. Als die Woche zu Ende war, packten wir unsere Sachen und fuhren zum Bahnhof in Eichstätt. Von dort  fuhren wir dann nach Berlin. Es gab aber Komplikationen. Wir wollten über Elsterwerda fahren, doch ein Stromkabel der Eisenbahnstrecke riss und eine Lok musste uns zum letzten Bahnhof zurückziehen, wo wir dann den Schienenersatzverkehr nahmen. So kamen wir dann endlich um ca. 22:30 Uhr in Berlin an. Jetzt wollte jeder nur noch nach Hause, schlafen und vom schönen Lager träumen.

Flo

 

Wölflingssommerlager 2010 - Wo ist die Krone hin?

Dieses Jahr verschlug es alle Wölflinge aus ganz Berlin ins Sommerlager nach Ratzeburg. Auch aus St. Dominicus waren 8 Wölflinge dabei. Das sind unsere jüngsten Pfadfinder im Alter von 7 bis 10 Jahren. Nachdem bereits Ende Juni zum Stufentag die Spielgeschichte begann und die Wölflinge live erlebt haben, wie dem König die Krone gestohlen wurde, musste diese nun zurück erobert werden.

Hierzu fuhren knapp 50 Wölflinge zusammen mit fast 20 Leitern los, um vom 11.08. bis zum 20.08. zehn aufregende Tage zu erleben. Keiner wusste, was auf uns zukommen sollte, also bereiteten wir uns erstmal vor und bastelten Rüstungen, Schilder  sowie weitere nützliche Gegenstände.

Nachdem diese vorbereitenden Arbeiten trotz einer Begegnung mit einem Drachen gut überstanden waren, gab es endlich Neuigkeiten: In der Umgebung waren Teile einer Karte versteckt, die den Weg zum Dieb der Krone zeigen sollten. Also machten sich die Kinder, in ihre Stämme aufgeteilt, auf zum Hike, um eine Nacht mal woanders zu übernachten.

Unsere Gruppe aus St. Dominicus hatte sehr viel Glück; wir fanden ein Dorf mit super netten Einwohnern, sodass wir zum Essen eingeladen wurden und im Anschluss im Gemeindehaus übernachten konnten. Unterwegs konnten wir sogar zwei Teile der besagten Karte finden...

Nachdem alle Gruppen wieder in Ratzeburg auf unserem Zeltplatz angekommen waren und die Karte komplett war, konnten wir am darauffolgenden Tag die letzte Hürde nehmen. Durch zwei Geländespiele gelangten die Kinder zur Burg des bösen Königs und schafften es, diesem die Krone wieder abzunehmen. Dies war ein Grund zu feiern!

Bisher verschwiegen habe ich das unerfreuliche Wetter, doch trotz vieler Regentage hatten alle sehr viel Spaß, genossen die Spielgeschichte und hoffen, die neu gewonnenen Freunde aus anderen Stämmen bald wiederzusehen.

Gut Pfad

Die Wölflinge aus St. Dominicus     

Wölflinglager

Alex – Wölflingsleiter

 

13th World Scout Moot Kenya --- Berlin Kontingent

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Zwölf mutige Pfadfinder der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg aus Berlin haben sich auf den weiten Weg nach Kenia gemacht, um Teil einer einmaligen Aktion zu sein: dem 13th World Scout Moot Kenya. das erste internationale Pfadfinderlager auf dem afrikanischen Kontinent. Fast 2000 Teilnehmer, 66 vertretene Nationen, 10 unvergessliche Tage.

Nach weit über einem Jahr an Vorbereitungszeit landeten wir am 26.07.2010 sehr früh am Morgen in Nairobi. Die ersten zwei Tage waren sehr von organisatorischen Notwendigkeiten bezüglich unserer Nachtour geprägt, doch interessierte Teilnehmer bemerkten sehr schnell die Vorzüge eines internationalen Lagers: Es gab immer etwas zu tun und Neues zu entdecken. Sobald sich eine kleine Gruppe Scouts zusammengefunden hatte, wurden Mitmachspielchen gespielt, Erfahrungen ausgetauscht und andere Pfadfinderkulturen kennengelernt.

Als zum Ende des 27.07. so langsam alle Teilnehmer eingetroffen waren, wurden wir endlich in unsere Crews und Units eingeteilt. Jeder Teilnehmer hatte einen „Tentbuddy“, mit dem er sich ein Zelt teilte. Crews bestanden aus fünf solchen Pärchen und Units wiederum aus fünf Crews. In diesen Einheiten lebten und kochten wir zusammen und natürlich waren wir 12 Teilnehmer aus Berlin auf 6 verschiedene Units aufgeteilt.

Am 28.07. wurde der Moot offiziell eröffnet. Ehrengäste waren unter anderem der Kenianische Präsident, der Kenianische Vizepräsident und einige Minister des Landes. Nach dem Ende der Eröffnungszeremonie ging es los zu den Bussen, denn die nächsten 3 Tage sollten in sogenannten Subcamps verbracht werden. Zwischen 50 und 150 Kilometer entfernt von Nairobi wurden alle Teilnehmer des Moots auf drei kleine Camps aufgeteilt: Machakos, Kaiyaba und Embu.

Für mich ging es nach Machakos. Drei Tage mit drei verschiedenen Themen versprach das Programm:

Am ersten Tag unternahmen wir eine längere Wanderung, auf der wir einen Bauernhof, sowie eine Zuckerrohrplantage besuchten und in einer Schule Bäume pflanzten. Der zweite Tag führte uns erneut zu einer Schule, nur sammelten wir diesmal Müll auf und bauten Mülleimer. Am meisten Spaß machte mir der dritte Tag. Vormittags bauten wir eine Bushaltestelle, die trotz steinhartem Boden und fehlender Schrauben vollendet werden konnte. Nachmittags besuchten wir ein Zentrum für handgearbeitete Holzwaren, so dass sich meine Verwandten über einige Souvenirs freuen durften.

Am 01.08. ging es zurück nach Nairobi in das Rowallan Camp, um die Erfahrungen der letzten Tage auszutauschen. In den nächsten 3 Tagen wurden für jedes Subcamp einmal Pfadfinderworkshops, Informationen zu verschiedensten Themen im „Global Development Village“, sowie ein Besuch im Nationalmuseum oder im Zoo von Nairobi angeboten.

Ein weiteres Highlight war der Nachmittag des 05.08. Während des „Cultural Evenings“ stellten alle Nationen sich selbst vor; im Allgemeinen mit leckeren einheimischen Speisen. Dank Crêpes, Kaiserschmarren und echter italienischer Pasta fiel das Abendbrot für viele aus.

Der 06.08. hieß: Abschied nehmen. 10 Tage gingen mal wieder viel zu schnell vorüber und neue Bekanntschaften können nun nur noch per „facebook“ gepflegt werden.

Nach der Abschlusszeremonie wurde noch ein letztes Mal gemeinsam gefeiert und Stück für Stück verließen die ersten Teilnehmer das Camp.

 

Für uns ging es erst am Mittag des darauf folgenden Tages weiter. Kaum war der Moot vorbei, begann unsere eigene internationale Begegnung. Die „Bright Ventures“, eine Jugendgruppe aus den Slums von Nairobi, begleitete uns 6 Tage lang auf unserer Entdeckungsreise durch Kenia.

Sonntag, der 08.08. hieß für uns: Gottesdienst. Aber nicht irgendein willkürlich gewählter, sondern ein Gottesdienst mit unserer Partnergruppe und den Ärmsten der Armen in Kariobangi, der Wohn- und Arbeitswelt der „Bright Ventures“ in Nairobi. Im Anschluss besichtigten wir diesen Slum und bekamen einen ausführlichen Einblick in die Arbeit unserer Partnergruppe. Am Tag darauf besuchten wir noch einige Sehenswürdigkeiten Nairobis. Auf jeden Fall wird das Giraffenzentrum, in dem wir alle Giraffen gefüttert haben, in Erinnerung bleiben.

Am 10.08. brachen wir auf nach Naivasha und besuchten dort den „Hells Gate Nationalpark“. Insbesondere eine mehrstündige Kletterpartie zu Fuß durch ein ausgetrocknetes Flussbett war einmalig.

Der letzte Tag unseres gemeinsamen Abenteuers führte uns nach Narok. Dort wurden uns mehrere soziale Projekte vorgestellt, bevor abends ein letztes Mal gemeinsam gefeiert wurde.

Am nächsten Morgen wurden wir abgeholt und los ging es: als echte Touri-Gruppe auf eine echte Touristen-Safari. Einmalige Bilder, spektakuläre Momente...

Der 14.08. führte uns erneut nach Nairobi zum Ausruhen und Ausschlafen.

Am 15.08. begann die zweite Nachtourwoche gleich sehr unglücklich: Unser gemieteter Kleinbus blieb bereits an der Stadtgrenze von Nairobi liegen. Und das im Dunkeln...

Irgendwann brachte unser Vermieter uns dann endlich mit 2 Pkws zu dem eigentlichen Tagesziel, den „14 Falls“. Aufgrund der Verspätung schmissen wir unser Programm über den Haufen und planten unsere Strecke neu:

Anstatt in den Regenwald zu fahren, fuhren wir, von vielen Pannen begleitet, zum „Mount Kenia“, um in dem dortigen Nationalpark einige schöne Ausflüge zu unternehmen.

Am 20.08. kamen wir zurück nach Nairobi, nutzten den 21.08. für einen ausgiebigen Shoppingtrip und flogen am nächsten Morgen um 4:30 Uhr in Richtung Heimat.

Vier aufregende, interessante und lehrreiche Wochen.

War Kenia ein lohnenswertes Ziel? JA!

Wollen wir auf weitere internationale Lager? JA!

Würden wir diese Fahrt wiederholen? JA!

In diesem Sinne

Danke, thank you und assante sana für alle Hilfe, Unterstützung und Motivation während der Vorbereitung.

Gut Pfad!

Die Teilnehmer des 13th World Scout Moots Kenya aus Berlin

Alex, Teilnehmer

 

 

 

 

 

 




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