Tagescafè-Team in die Lutherstadt Wittenberg

Am Samstag, dem 18. Juni 2011 trafen sich 26 ehrenamtliche Helfer des Tagescafès zu einem Ausflug in die Lutherstadt Wittenberg. Los ging es um 8.30 Uhr mit Treff am Glockenturm. Mit U-, S- und Regionalbahn erreichten wir unser Ziel kurz vor 11 Uhr. Am Bahnhof erwartete uns Rudi, ein Stadtführer im historischen Gewand eines Boten. An diesem Wochenende fand in Wittenberg das alljährliche Fest zur Erinnerung an die Hochzeit von Martin Luther mit Katharina von Bora

statt. Nach ersten kurzen Informationen leitete uns Rudi rückwärts gehend, um uns gleichzeitig etwas über die Geschichte der Stadt und deren Berühmtheiten zu erzählen, in die Altstadt. Dort war es richtig voll. Alle Bewohner waren in mittelalterliche Gewänder gekleidet. Die erste Station war ein Brunnen (weitere interessante Geschichten über das Leben in Wittenberg, die Universität, Luther und Melanchton). Im Lutherhaus erfuhren wir dann, wie es zur Ehe mit Katharina von Bora kam und wie sich deren Eheleben gestaltete. Katharina war anscheinend eine sehr tüchtige und selbstbewusste Frau. Im Innenhof (am Fundament des Turmes, in dem Luther seine „Schreibstube“ hatte), konnten wir eine Pause einlegen, untermalt von weiteren Berichten über Luther und seine Frau, gewürzt mit vielen Zitaten. Weiter ging es außen um die Altstadt bis zum Eingang in diese. Die Altstadt war nur von einigen Stellen aus zu betreten, hier musste Eintritt bezahlt werden, bekam man eine Plakette und konnte sich dann frei bewegen; wir bekamen unsere Plakette von Rudi schon am Bahnhof. Erklärungen gab es dann am Platz vor der Universität, wo viele berühmte Persönlichkeiten lehrten bzw. studierten. Weiter ging es an unzähligen Ständen vorbei zur Stadtkirche St. Marien. Dort war mittelalterliches Markttreiben und unser Stadtführer konnte sich nur schwer verständlich machen. In der Stadtkirche konnten wir mit Erklärung das Cranach-Altarbild, andere Cranach-Bilder und den Taufbrunnen anschauen. Auf dem Weg zur Schlosskirche trafen wir zwei Musiker mit alten Leiern, die uns etwas vorspielten, kamen am Cranach-Haus vorbei, mussten uns durch das Gewühl am Schlossplatz drängeln und aufpassen, dass wir uns nicht aus den Augen verlieren. Rudi blieb immer mal stehen, dass wir uns sammeln konnten und um einiges zu erklären. Das Portal der Schlosskirche, mit dem Turm in Form einer Pickelhaube, an das Martin Luther am 31.10.1517 seine 95 Thesen angeschlagen haben soll, war eingerüstet und nichts war zu sehen. Inzwischen war es 13.45 Uhr, Rudi musste sich verabschieden um am Festumzug teilnehmen zu können und wir hatten Hunger. So trennten wir uns – einige fanden noch einen Platz im Restaurant oder im Straßencafè, besichtigten die Schlosskirche, stiegen auf den Turm um einen wunderschönen Ausblick über die Stadt zu genießen oder genossen den Festumzug (da muss wohl jeder Einwohner Wittenbergs teilgenommen haben). Treffpunkt war dann um 15.15 Uhr in einem Cafè am Schlossplatz, wo es sehr leckeren Kuchen gab. Ein Teil der Gruppe lief dann zurück durch die Altstadt zum Bahnhof, erlebte am Festplatz noch die ekonstruktion der Hochzeit mit vielen Gästen und traf dort wieder mit denjenigen zusammen, die mit dem Bus zum Bahnhof gefahren sind. Zurück in der Lipschitzallee waren wir um 19.15 Uhr wo wir dann zum ersten Mal an diesem Tag den Regenschirm aufspannen mussten. Richie hat wieder alles so super vorbereitet und organisiert, dass wir diesen Tag genießen konnten und wir möchten ihm hierfür ganz besonders danken.

Barbara Schwarz

 

 

 

 




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