Liebe Gemeinde,                                                                                             März 07

Hungertuch 2007

in diesem Jahr haben wir in der österlichen Bußzeit nach langem Warten die Möglichkeit, durch ein sehr tiefsinnig gestaltetes Misereor-Hungertuch aus China, in unserer Vorbereitung auf das Osterfest begleitet zu werden. Prof. Dr. Josef Sayer, der Hauptgeschäftsführer von Misereor, schreibt in seinem Vorwort:

„In Peking traf ich den Künstler Li Jinyuan. … Es gelang, (am Rande einer wissenschaftliche Tagung) den Künstler Li für die Gestaltung eines Hungertuchs zu den Seligpreisungen der Bergpredigt zu gewinnen. Als der Künstler Li am nächsten Abend mit seiner Skizze zurückkam, war ich wie elektrisiert: Er, der Nichtchrist, verstand es, uns in faszinierender Weise die programmatische Rede Jesu zu erschließen. Schon allein die Idee, den Berg mit Menschen zu gestalten und ihn durch das vom Himmel kommende Wort Gottes zu spalten, setzt Entscheidendes der Seligpreisungen kraftvoll in Szene. Gottes Wort bricht in die Menschheit ein. Es öffnet eine Schneise. Neues wird möglich. Die Welt muss nicht so bleiben wie sie ist. Gottes Wort will die Geschichte eines jeden Menschen und der Menschheit gestalten.

Sich dem Willen Gottes zu öffnen, meint, Fasten, Innehalten, Richtung und Sinn neu bestimmen. Dazu lädt uns Jesus Christus mit seiner Bergpredigt ein. Sie will uns Richtschnur geben in einer Zeit, in der Orientierung nicht leicht fällt.“

Jetzt verhüllt der „Berg der Seligpreisungen“ unser österliches Altarkreuz und wir sind eingeladen, diesen Berg zu besteigen. Gottes Wort kommt in Christus in die Welt. Die Lichtgestalt zeigt es in der Bildmitte. Es trifft auf uns Menschen und wandelt unseren Blickwinkel und unsere Sicht der Dinge. Alles erhält einen neuen Glanz und eine neue Perspektive. In den Gottesdiensten der österlichen Bußzeit wollen wir uns mit diesen Bildern dem österlichen Geheimnis von Tod und Auferstehung nähern. Kommen Sie mit. Endecken Sie in den vielen kleinen Details der Bilder die verborgene Gegenwart unseres Gottes, der uns führt und zur Liebe ermutigt. Möge uns die österliche Bußzeit Gott näher bringen und so zum Segen werden für Sie und Ihre ganze Familie. So grüße ich Sie herzlich

Pfarrer Bertram Tippelt

 




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