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Dieses Hirtenwort war am Fest der Taufe Jesu in allen Gottesdiensten zu verlesen:

 

Der Erzbischof von Berlin

Hirtenbrief der deutschen Bischöfe zum Weltjugendtag 2005

 

Liebe Schwestern und Brüder!

Papst Johannes Paul II. hat die Jugendlichen der Welt zum XX. Weltjugendtag 2005 nach Deutschland eingeladen. Das Leitwort dieses Ereignisses lautet: Wir sind gekommen, um Ihn anzubeten (Mt 2,2). Mit diesem Wort der Weisen aus dem Morgenland stellt der Heilige Vater die Berufung des Menschen, Christus zu suchen, zu finden und anzubeten, in den Mittelpunkt dieser Tage.

 

Freuen Sie sich mit uns über dieses große Ereignis! 10 Tage lang werden junge Menschen im Alter von 16 bis 30 Jahren aus allen Erdteilen ihre Glaubenserfahrungen austauschen, ihre Liebe zu Jesus Christus vertiefen, Gottesdienst feiern und Versöhnung im Sakrament der Buße finden. Als Christen verschiedener Länder und Kulturen werden sie einander begegnen und so die Gemeinschaft der weltumspannenden Kirche erfahren.

 

Zuerst werden die Teilnehmer aus aller Welt vom 11. bis 15 August 2005 in den deutschen Diözesen zu Gast sein. Hierbei sollen sie unser Land und die Kirche in Deutschland kennen lernen und sich am „Tag des sozialen Engagements“ Menschen in Not zuwenden. Die Gestaltung dieser Tage wird in den einzelnen Bistümern unter möglichst großer Beteiligung aller erfolgen.

 

Danach sind unsere Jugendlichen mit ihren Gästen aus aller Welt vom 16. bis 21. August nach Köln eingeladen. Dort werden sie mit Bischöfen ihrer Sprache zu Katechesen zusammenkommen, zum Dom wallfahren, den Kreuzweg gehen und ein großes Jugendfestival feiern. Den Höhepunkt und Abschluss des Weltjugendtreffens bildet am 21. August der festliche Gottesdienst mit dem Heiligen Vater.

 

Die Vorbereitung dieses Ereignisses soll zu einem geistlichen Aufbruch unserer Kirche werden. Das heutige Fest der Taufe Jesu Christi, die am Beginn seines öffentlichen Wirkens steht, ermutigt uns dazu: Wir müssen die Zeichen der Zeit und unsere Verantwortung erkennen, uns selbst im Glauben zu erneuern und missionarisch Kirche zu sein. Der Weg zum Weltjugendtag ist hierbei eine außerordentliche Chance und Verpflichtung.

 

Auf diesen Weg wird uns das Kreuz begleiten, das im Vorfeld eines jeden Weltjugendtags zusammen mit einer Ikone der Gottesmutter von Jugendlichen als Zeichen der Hoffnung getragen wird. Am Palmsonntag 2004 wird es von Berlin aus seine Pilgerreise durch alle deutschen Diözesen beginnen. Wir alle sind eingeladen, das Weltjugendtagskreuz durch unsere Diözesen zu begleiten!

 

Machen Sie den Weltjugendtag zu Ihrem persönlichen Anliegen und helfen Sie, dass er in Ihrer Umgebung und in unserem ganzen Land zu einem großen Thema wird! Berücksichtigen Sie bitte auch bei Ihrer Urlaubsplanung 2005 den Termin des Weltjugendtages, damit die Jugendlichen der Welt keine leeren Häuser und Gemeinden antreffen. Sie sollten in unseren Familien, in unseren Pfarreien und Gemeinschaften, in unseren Verbänden und Einrichtungen eine herzliche Gastfreundschaft erleben. Es wäre schön, wenn möglichst viele Gäste in Privatquartieren wohnen könnten. Schon heute bitten wir Sie um Ihre Mitwirkung und großzügige Unterstützung.

 

Vor allem aber bitten wir Sie um Ihr Gebet für eine gute Vorbereitung und ein gutes Gelingen des Weltjugendtags, damit er wirklich zu einem großen Fest des Glaubens wird.

Ein herzliches „Vergelt’s Gott“ sagen wir allen, die schon heute Verantwortung übernommen haben und an der Vorbereitung mitwirken.

Die Jugend der Welt freut sich auf Deutschland. Auch Papst Johannes Paul II. hat mehrfach seine Vorfreude zum Ausdruck gebracht. Geben auch wir der Freude Raum, Gastgeber beim XX. Weltjugendtag 2005 sein zu dürfen. Im Vertrauen auf Gott stellen wir uns dieser Verantwortung und erbitten hierfür seinen Segen.

 

Würzburg, den 24.11.2003

Für das Erzbistum Berlin

Georg Kardinal Sterzinsky




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