Liturgische Kolumne

„Nichts wie weg…“ - das Schlusslied

Mit „Gehet hin in Frieden“ sind wir am Ende der hl. Messe entlassen. Und wer das ernst nimmt, springt schon kurz nach dem „Dank sei Gott dem Herrn“ in die U-Bahn, ergreift den Kaffeetopf beim Gemeindetreff oder eröffnet den Schwatz mit den Freunden vor der Tür.

„Gehet hin und bringt Frieden“ - „Ite missa est“ - daher hat die hl. Messe ihren Titel. Es ist der Auftrag Jesu an uns, hinauszugehen, gestärkt durch Sein Wort und die hl. Kommunion und in der Welt so zu leben wie Er es mir heute aufgetragen hat.

Und doch gibt es da noch das Schlusslied am Ende der hl. Messe. Meist ist es ein Lied, das eigentlich auf den Lippen und im Herzen bleiben soll, das manch einer noch vor sich hersummt oder pfeift, wenn er dann doch schnell in die U-Bahn springt.

Der Organist hat sich sogar noch ein Nachspiel ausgedacht, das mein ganz persönliches stilles Gebet im Sitzen, Lauschen oder Knien noch unterstützt. Ob ich mit meinem Gott nach der hl. Messe noch etwas zu besprechen habe, wenn er mich doch schon losgeschickt hat? Gönnen Sie sich und der Gemeinde diese Pause vor dem Sprung in die U-Bahn, an den Herd oder zum Gemeindetreff.

Ch. Brath

 

 




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