Katholische Arbeitnehmerbewegung

Logi KAB
KAB was ist sie, was will sie?

 

Den Inhalt einer Agenturmeldung könnte man kurz zusammenfassen:

Grüne Woche eröffnet – dazu ein Foto von Lebensmitteln in Hülle und Fülle, optisch drapiert und gestapelt, dass sich die Tische biegen.

 

Träume von den Kindern und Jugendlichen aus Kalkutta.

Gegensätze, wie sie nicht größer sein können.

 

Ein Bericht zum Besuch des Don- Bosco-Paters George aus Kalkutta in St. Dominicus.

Auf dem Weg zu einer Tagung nach Rom und zurück nach Indien war es ein besonderer Wunsch von Pater George, Direktor der dortigen Schule mit 2500 Schülern, eine der Gemeinden zu besuchen, welche sich mit besonderem Einsatz und Spenden in den Jahren 2006 und 2007  beteiligt hat, um sich bei seinen Mitbrüdern und vielen Helfern zu bedanken. Zuerst feierten wir mit Pater George und unserem Präses Pfarrer Tippelt die heilige Messe. In der in englischer Sprache gehaltenen Predigt versuchte Pater George einen Eindruck von der Arbeit in den Slums zu vermitteln.

Anschließend trafen wir uns zum Gesprächsabend im Dominicuszimmer.

Am Beispiel eines Jungen, der 1986 in den Straßen von Kalkutta allein, mit zerschundenen Händen, Verletzungen am Körper und ohne Nahrung gefunden wurde, schilderte er das Leid der Mädchen und Jungen dort. Die meisten von ihnen sind von zu Hause weggelaufen, sind von den Eltern einfach ausgesetzt worden oder haben in einem öffentlichen Verkehrsmittel den Anschluss an die Familie verloren. Um überleben zu können, verüben sie Einbrüche und stehlen, was zu Geld zu machen und damit zum Beschaffen von Essen und Trinken notwendig ist.

 

Die Jungen und Mädchen werden von eigenen Streetworkern, die den ganzen Tag in der Stadt unterwegs sind, angesprochen. Sie versuchen, das Vertrauen aufzubauen und bringen sie dann in eine der Stationen zu den Paters des Don-Bosco-Ordens in Ashalayam.

 

Hier erhalten sie etwas zu trinken, die Wunden werden versorgt, können seit langem einmal duschen und essen dann gemeinsam. Wenn sie etwas länger dort sind, wohnen sie im Internat, lernen lesen und schreiben, genießen eine fundierte Schulbildung und können bei entsprechender Eignung die Universität besuchen. Andere haben die Möglichkeit, einen handwerklichen oder medizinischen Beruf zu erlernen.

Mit diesen Grundkenntnissen werden sie in die Wirtschaft der umliegenden Stadtteile entlassen. Sie sollen dort lernen, mit Geld umzugehen. Jetzt haben sie die Möglichkeit, am

 

Foto KAB

 

Leben mit gedeckten Tischen teilhaben zu können.

Sie lernen einen Partner kennen und heiraten. Die Hochzeit des oben erwähnten Jungen wurde im Ausbildungszentrum von Ashalayam am 16.01.2009 gemeinsam mit den anderen Kindern und Jugendlichen gefeiert. Hierzu wollte Pater George  wieder in Kalkutta sein.

Beim Abschied dankte er nochmals für die finanziellen Spenden.

Die KAB-St. Dominicus konnte in den Jahren 2006 und 2007 Spenden in Gesamthöhe von 2.358,88 € zur Unterstützung der Arbeit in Ashalayam zur Verfügung stellen.

Unser Werk, die Not in der Welt gezielt zu lindern – Weltnotwerk der KAB.

Die Predigt und die anschließende Gesprächsrunde wurden von

Fr. Dorothee Knab in eindrucksvoller und für mich in ergreifender Weise simultan übersetzt. So konnten die KAB-Mitglieder und Gäste an diesem Vortrag teilhaben. Danke.

 

Lothar Paedelt, 1. Vorsitzender

 

 




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