Britzer Garten und Buckower Dom

Blumen
Klar, dass der kleine Gemeindesaal voll besetzt war, als am 1. September nachmittags Irmgard Königstorfer Professor Bodo Manegold im Namen der Seniorinnen und Senioren willkommen hieß – wusste man doch, dass der ehemalige Bezirksbürgermeister Neuköllns vor drei Jahrzehnten die Bundesgartenschau in Britz maßgeblich mitgestaltet hatte  und immer noch im Ruhestand betreut. Mit einer Diaschau, gesteuert von Heinz Schreiber, der dem Gemeindekirchenrat der Kirchengemeinde Alt-Buckow angehört,  schüttete er im Fünfsekundentakt gleichsam ein Füllhorn prächtiger Rosen aller Arten aus. Zauber und gar der Duft schienen spürbar, als Alexander Riede, der Organist der Kirchengemeinde Alt-Buckow,  am Flügel Rosenlieder spielte und Bodo Manegold Gedichte las, mit denen nicht allein Goethe, sondern die meisten deutschen Poeten Rosen besangen.

Man möge die vielen noch besonders schön blühenden englischen Rosen nicht verpassen, die im letzten Jahr neu gepflanzt wurden. Immer wieder ließe sich Neues im großen Park  entdecken, wie in der wilden Bruchlandschaft mit ihren Sumpfwiesen, Kopfweiden, die kleine Schafherde, die den Rasen pflegt, dort wo Maschinen stecken bleiben. Auch sonst die vielen Tiere, die Lieblinge besonders der Kinder: Karpfen, die schon 25 Jahre alt sind, Enten, Schwäne, Reiher, Haubentaucher, Wasserhühner, Schildkröten, Ziegen, Esel, Hähne, Kaninchen, Füchse, Eichhörnchen, Tauben- alle Vögel sind schon da, nicht nur freche Spatzen.

Und dann noch die Kunst! Manegold liebt die drei Brunnen im Rosengarten, deren Skulpturen das Leben darstellen, ganz besonders.

Nach der Pause, in der die zweite Tasse Kaffee getrunken wurde, folgten Fotos von dem Ort, der im Leben Bodo Manegolds auch  Herzenssache war und noch ist, als Prediger und Vorsitzender des Gemeindekirchenrates und Geschäftsführer der Kirchengemeinde  Alt-Buckow, im „Dom von Buckow“, wie er sagte.  Stimmungsvolle Fotos von allen Seiten, draußen zu allen Jahreszeiten und innen in allen Ecken bis hoch in den Turm, wo die ältesten Glocken Berlins hängen. Einzelheiten, die kaum einer kennt, flämische Leuchter und für Taufe und Abendmahl alte Gefäße, und als neuestes eine kleine Figur Martin Luthers,  eine von den vielen, die als Kunstobjekte auf dem Marktplatz  Wittenbergs standen. Und hätten wir gemerkt, dass auf dem aus einem zerstörten Berliner Kloster geretteten früheren Flügelaltarbild der zwölf Apostel- eine Leihgabe -  Andreas, der Bruder Petrus, weggelassen wurde, um Platz zu machen für den heiligen Franz, den viele ebenso wie Jesu Jünger verehren?

Und so gab es für alle immer wieder kleine Überraschungen und vor allem Impulse, mal wieder zum Britzer Garten zu gehen oder gar  sonntags in die Kirche, nicht allein in die von Alt-Buckow.  Sehr wahrscheinlich war darauf zu schließen, nach dem dankbaren Beifall für die Gestalter des frohen Nachmittags. Bodo Manegold lud  auch noch zu einer gelegentlichen Führung im „Buckower Dom“ ein.   

Gerhard Fey, einer, der dabei war

 

 




Show details for Alle Dokumente in dieser RubrikAlle Dokumente in dieser Rubrik