St. Martinsausflug der Senioren

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Am 12. November verließen wir bei typisch trübem Novemberwetter unsere Pfarrei zu dem inzwischen schon 12. St. Martinsausflug. Als wir jedoch in Sacrow zur Besichtigung der Heilandskirche eintrafen, begrüßte uns warmer Sonnenschein.

Die Kirche ist auf Grund ihrer Lage und ihres Stils ganz außergewöhnlich. Sie wurde im Jahre 1844 nach Skizzen von König Friedrich Wilhelm IV. von dem Architekten Ludwig Persius in italienischem Stil mit freistehendem Glockenturm (Campanile) errichtet. 1990 wurde sie als Teil der Potsdamer Havellandschaft als Weltkulturerbe  unter den Schutz der UNESCO gestellt.

Den Innenraum dominiert das Fresko in der Apsis, das den thronenden Christus mit den vier Evangelisten darstellt.

Mit dem Bau der Mauer stand sie im Sperrbezirk. Weihnachten 1961 fand für lange Zeit der letzte Gottesdienst statt, denn unmittelbar danach verwüsteten die Grenztruppen in einem Akt des Vandalismus den gesamten Innenraum der Kirche. Selbst die Orgel wurde nicht verschont. Anschließend zogen sie die Kirchenschlüssel ein und verboten das Betreten der Kirche. Das Gebäude wurde bewusst dem Verfall preisgegeben. Nach dem Fall der DDR erhielt die Kirche nach einer aufwändigen Restaurierung in den Jahren 1993 bis 1995 ihr heutiges Aussehen.

 

Heilandskirche

 

Im Jahre 1897 gelang es hier, die erste deutsche Funkverbindung herzustellen.

Dann ging es nach Potsdam auf den Pfingstberg zu der dortigen, gleichnamigen Gaststätte. Dort warteten - wie immer bei den St. Martinsfahrten -auf vier Teilnehmer der Fahrt eine ausgewachsene Gans; die Portionen waren also bei Weitem nicht zu knapp und nicht jeder konnte sie bewältigen. Es wurde verdächtig ruhig in der Gaststätte.

Nach diesem sehr schmackhaften Mahl fuhren wir nach Babelsberg zu der Kirche St. Antonius. Dort wurden wir schon von Pfr. Matthias Patzelt erwartet, der erst seit dem 1.September 2009 in dieser Gemeinde im Amt ist. Er erklärte uns voll Stolz seine neue Wirkungsstätte. Dominierend ist in diesem Gotteshaus das im Jahr 1942 von Egbert Lammers geschaffene Mosaik, das die ganze Apsis der Kirche ausfüllt. Es stellt die „Anbetung des Lammes“ nach der Offenbarung des Johannes (5.11) dar.

Das Gotteshaus selbst wurde im Jahr 1933 - 34 von Wilhelm Fahlbusch gebaut und dann am15. April von Bischof Nikolaus Bares geweiht.

 

MosaikStAntonius

 

Für mich persönlich war es ein freudiges Wiedersehen mit der Pfarrei, in der ich bis zu meinem 19. Lebensjahr mitwirken durfte und von deren Gemeindegliedern und insbesondere der Geistlichen meine Kindheit und Jugend wesentlich geprägt wurde.

In dem Pfarrsaal von St. Antonius verzehrten wir den mitgebrachten Kaffee und Kuchen. Nach kurzer Rückfahrt nach St. Dominicus gingen wir in dem Gefühl auseinander, einen interessanten und höchst angenehmen Tag verbracht zu haben.

Nun bleibt nur noch der herzliche Dank an alle diejenigen, die mitgeholfen haben, uns diesen Tag so schön zu gestalten.

Uwe Scheinemann

 

 




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