Liebe Gemeinde

Schweben kl

„Schweben“ nennt der Künstler Hubertus Blase das in Pastellkreide ausgeführte Bild. Vier unterschiedliche und doch ähnliche Flächen werden vom magischen Hauch im zarten Blau gehalten. Die schwebenden Flächen sind mit ihrer erdsandigen Tönung Öffnungen im unendlichen Blau, Konkretionen der Ewigkeit. Als ich dieses Bild das erste Mal sah, assoziierte ich „Evangelien“. Seither begleitet es mich bei der Predigtvorbereitung. Der unfassbare Gott, dargestellt im unaufdringlichen Blau des Himmels, bildet den Ort ab, wo ER ist: raumlos, endlos und doch lebensbegründend und nah. Die vier Evangelien sind die Versuche, diese alles begründende Wirklichkeit in Worte zu fassen. Jedes schwebende Blatt, mit den gleichen Farben gestaltet, bildet seine eigene Form. Jedes der vier Evangelien sucht die göttliche Wirklichkeit auf seine Weise und doch einander ähnlich, Erdfarben auszudrücken. Der Zustand des Schwebens zeigt in einer verborgenen Dimension die Wirklichkeit des Heiligen Geistes.
Die Urlaubs- und Ferienzeit lädt ein, dort wo wir sind, zu Hause, auf Reisen, im Wald, am See oder im Garten, der Nähe Gottes nachzuspüren. Treten Sie durch ihre Möglichkeiten mit unserem Gott in Kontakt. Schweben Sie zwischen Himmel und Erde und spüren Sie von IHM gehalten zu sein. Machen Sie seine verborgene Gegenwart sichtbar durch ein dankbares Wort, einen liebenden Blick, eine Geste der Versöhnung. Die Erfahrung von Stille und Ruhe, von Erholung und Entspannung in einem sehr tiefen Sinn und körperlich spürbar, mache ich dabei oft.
Das wünsche ich Ihnen und Ihrer Familie: eine Zeit des sich in Gott Ausruhens und Erholens, des Heil-werden.
Allen Sommergästen in unserer Stadt wünsche ich die Freude am urbanen und multikulturellen, bewegten Leben. Schweben sie ein bisschen in der Wirklichkeit unseres Gottes durch Berlin.
In herzlicher Verbundenheit

Ihr Pfarrer Bertram Tippelt




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