Liebe Gemeinde,

der Mai ruft zum Aufbrechen und Hervortreten. Der Frühling nimmt seinen Lauf. Bewegung liegt in der Luft. Alles ist in diesem Jahr ein bisschen früher als sonst, merke ich. Das frühe Osterfest überforderte meine Kalendergewohnheiten. Weihnachten war gerade gefeiert, die Krippe noch nicht richtig verpackt, da haben wir schon Fasching gefeiert. Inmitten der Westernstadt St. Dominicus gab es das Aschenkreuz und das Osterfeuer zeigte noch im März den Neubeginn. Längst hatten wir begonnen, mit unserer restaurierten Marienstatue auf die Suche zu gehen und übten im Musicaltext: „Tut, was er sagt..“ und „Er lebt für dich und für mich ...“. Inzwischen war die Grundsteinlegung unserer neuen Küche, die fast vom Richtfest überholt wird. Es beginnt der Mai und das Fest Christi Himmelfahrt ist vorbei. Der Zug der Zeit beginnt zu rasen: Eben noch mit der Ökumene in der Gropiusstadt 40 Jahre MLK gefeiert, es folgt Pfingstmontag unter Christen im Heiligen Geist, und das Gemeindefest zu Fronleichnam kommt überraschend schnell daher. Generalprobe des Maria-Musicals. Ein wirkliches Fest im Mai. Wir wallfahren mit vielen nach Alt-Buchhorst: Maria - Treue in guten und bösen Tagen. Ein Thema nicht nur für unser Erzbistum.

Der Pfarrgemeinderat strukturiert seine Arbeit neu in Ausschüssen. Auch Ihr Talent und Ihre Mithilfe sind gefragt. Unser Kaplan ist im BDKJ jetzt als Präses gefordert und der Hort II hat Gestalt angenommen. Wir bereiten einen neuen Spielplatz im Gemüsegarten des ehemaligen Küsters vor und die Malteser bauen am Familiensozialprojekt im ehemaligen Bollemarkt am Bat-Yam-Platz.

Ja, so lebendig kann es sein, wenn sich die Gemeinde im Rhythmus des Geistes bewegt, Impulse aufnimmt, Situationen ergreift, mitten in der Welt ist und sich im Sinne des Evangeliums umtut. Ich finde das im Moment etwas stürmisch. Dennoch: Frischer Wind hat ja etwas!

Lassen wir uns darauf ein. Nehmen wir die Bewegung des Heiligen Geistes wahr. Sein Atem bringt Leben und Bewegung, Kraft und Stärke, Rat und Erkenntnis, Weisheit und Frömmigkeit. Wir sind he­raus­gefordert. Im Kern des Lebens sind wir trotz aller Bewegung in Ihm geborgen und gehalten, dessen bin ich mir sicher. Vertrauen wir der Gegenwart des Herrn. Er geht mit uns. Er führt uns. Suchen wir seine Nähe und bringen wir uns mit unserem Leben ein. Es ist ein wirkliches Abenteuer inmitten unserer Stadt, von Seiner Güte und Menschenfreundlichkeit Zeugnis zu geben.

Ich wünsche Ihnen und Ihrer Familie, sich von diesem Aufbruch bewegen zu lassen  

 

Herzlich Ihr

Pfarrer

 




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