Greenwave 2004 – Pfadfinder im Osten

Greenwave2004

Greenwave 2004 hieß das Unternehmen, mit dem sich die Pfadfinderstufe (13-16 Jahre) der deutschen Norddiözesen für zwei Wochen zur internationalen Begegnung mit Pfadfindern aus Polen, dem Baltikum und Weißrussland aufmachte. Allein aus Deutschland nahmen über 300 Pfadfinder daran teil.

Unser Stamm St. Dominicus war mit sechs Pfadis und einer Leiterin an dem Projekt „Neue Horizonte“ in den Masuren in Polen dabei. Es war mit dem Programm „Reiten, tauchen, segeln, schießen und klettern“ eines der beliebtesten.

Wir trafen auf ca. 150 polnische Pfadfinder. Die „Kavallerie“ z. B. zeigte uns ihr Zeltlager inkl. Pferdestall, natürlich alles aus Holz komplett selbst gebaut. Anschließend brachten sie uns das Schießen mit Luftgewehren bei. Dann luden uns die Waldpfadfinder ein, mit ihnen zu singen, gesichert auf Bäume zu klettern und mit dem Bogen zu schießen.

Wir konnten die polnischen Pfadfinder mit unseren typischen Schwarzzelten begeistern und ernteten Anerkennung für unsere Lagerbauten. Während die polnischen Pfadfinder wesentlich umfangreichere Lagerbauten erstellen als wir, benutzen sie jedoch immer Nägel dafür. Wir bauen zwar nicht ganz soviel (z. B. keine Betten und Lagertore), dafür bauen wir anstatt mit Nägeln nur mit Seilen, was in Polen nur die fortgeschrittenen Pfadfinder tun.

In gemeinsamen Aktionen konnten wir schnell gegenseitige Vorurteile abbauen: Die polnischen Pfadfinder sind nicht militärischer als wir, auch wenn sie viel mehr Wert auf die Kluft (Pfadfinderkleidung) legen. Wir dagegen sind doch nicht so verweichlicht, wie sie zuerst glaubten, denn wir schlafen nicht in Betten, sondern auf dem Boden, und Feuer bringen wir auch mit nassem Holz ganz ohne Chemie zum Brennen. Aber bei Kuppeleispielen am Lagerfeuer sind uns die polnischen Pfadfinder um Längen voraus.

Nach einer Woche trafen sich alle auf dem Abschlusslager in Jaruslavic an der Ostsee. Dort trafen alle Gruppen wieder zusammen und konnten ihre Erlebnisse austauschen. Das nächste internationale Lager, das wir anstreben, ist das Weltpfadfindertreffen in England 2007.

Julia Rastemborski

Sissi´s Feriencamp - da steppt der BERLINer Bär!

DPSG am Neuschwanstein
Endlich – nach 15 Jahren haben sich bayerische Rover wieder ein Herz gefasst und ein Rover-Sommerlager auf die Beine gestellt. Da dieses nur eine Woche dauerte haben wir Berliner Rover „1 Woche Bayern kennen lernen“ vorangestellt: Ganz nach dem Stufenmotto „Unterwegs sein“ fuhren wir am ersten Tag über Erlangen - Nürnberg - Erlangen weiter nach Tennelohe (Wenn der Weg so wichtig ist wie das Ziel...). Am nächsten Tag ging es weiter nach Regensburg, zwei Tage später nach München. So lernten wir nicht nur die Städte kennen, sondern machten auch Bekanntschaft mit den jeweiligen bayerischen Rovern. Die meisten trafen wir dann in Seeg wieder, einem netten Örtchen in der Nähe von Füssen.

Füssen dürfte vielen bekannt sein, denn ganz in der Nähe liegt das berühmte Schloss Neuschwanstein. Und am Fuße dieses Schlosses lag unser Zeltplatz. Den erreichten wir auf einem eintägigen Hike in 36 Kleingruppen à 10-12 Personen (eingeteilt mittels Schafkopfkartenspiel – typisch bayerisch). Das macht nach Adam Riese fast 450 Teilnehmer...!

Die zweite Woche verbrachten wir also mit vielen, vielen anderen Rovern aus Bayern, Gästen aus Österreich und sogar aus Südafrika. Insbesondere in dieser Zeit haben wir alle sehr viel erlebt: Es wurden Workshops von Bauchtanz bis Wasserfallspringen angeboten, Ausflüge in die Berge – jawohl dort gibt es Berge!, „Dismissed“ (Verkuppelsendung auf MTV, ähnelt “Herzblatt“), IKL (Interkulturelles Lernen – komplizierte Beschreibung für „Fremdes kennen lernen“). Abschließend wurde ein Stadtspiel angeboten, bei dem es darum ging, bei verschiedenen Füssener Einwohnern um Lebensmittel zu bitten, um aus diesen bei anderen Füssener ein Mittagessen zu kochen. Den größten Erfolg bei dieser Aktion hatte Scholle (aus St. Bonifatius, Kreuzberg) mit seiner Kleingruppe: Die Käsespätzle schmeckten nicht nur richtig gut – die Geschichte um sie und auch die Köche erschienen am nächsten Tag in der Regionalzeitung!

Nun bleibt zu hoffen, dass der BERLINer Bär nicht nur in Bayern voll abging, sondern die tollen Erlebnisse und Eindrücke auch hier in Berlin für gute Stimmung sorgen!

Annette Hilbrecht

Vampirjagd in den Karpaten

Jupfis in den Karparten 04

Am Abend des 23. Juli war es soweit: Im Dämmerlicht entschwand der Bus mit 36 Jungpfadfindern und 6 Leitern für zwei Wochen Richtung Südpolen. Dort trafen wir nach einer 15-stündigen Fahrt auf unserem Platz in Dybawka auf weitere Jufis und Leiter, die den Zug aus Berlin genommen hatten.

Flugs wurden die Zelte aufgebaut und schon stürzten sich 50 Kinder und ihre Leiter in die Fluten des angrenzenden Flusses San. Um das abendliche Lagerfeuer versammelt, erfuhren die Jufis auch ihre Mission für das Sommerlager. Diese sollten den Vampir Vlad mit der Unterstützung von dem Tagalb Olga Knoblauchski und dem Nachtalb Graf Pfahl-Ramski vernichten, da dieser seit Jahrhunderten sein Unwesen in den Nordkarpaten trieb.

Gesagt, getan! Unter der strahlenden Sonne Südpolens erschien den Jufis am nächsten Tag der Tagalb, welcher die Kinder zum bevorstehenden Training für Geister- und Vampirjäger in Sippen einteilte und sie am darauf folgenden Tag auf eine Schnitzeljagd nach sieben Grabkreuzen schickte.

Leider verließ uns das schöne Wetter nach zwei Tagen. Erst war es nur Nieselregen, dann normaler Regen, schließlich Platzregen und am Ende Starkregen. Und das ohne Unterbrechung drei Tage lang! Die Folgen: Schlamm, noch mehr Schlamm, ein anschwellender Fluss, zwei umgestürzte Zelte, durchnässte Kinder und Leiter und letztendlich mussten wir den Platz verlassen. Doch die Rettung kam prompt in der Form von polnischen Pfadfindern, die nur 20 Kilometer weiter zelteten. Auf diesem Platz fanden wir in einem Haus Unterschlupf und begannen damit, Ordnung in das Chaos zu bringen.

Schließlich machten wir dort weiter, wo wir aufgehört hatten: Es folgte eine Vampirjagd, ein Bergfest mit einem sehr schönen Gottesdienst, eine Lagerolympiade und ein wenn auch etwas verkürzter Hike. Der Höhepunkt war der letzte Abend mit der Versprechensfeier, Stockbrot, Tschai (Pfadfindertee) und Feuer spucken. Also, auch wenn das Wetter nicht ganz mitspielte, hatten wir ein schönes und vor allen Dingen abenteuerliches Lager!

Katharina Schulz

 

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