Liebe Gemeinde

Der Advent ist für mich eine der schönsten Kirchenjahreszeiten. Die Erwartung der Menschwerdung Gottes ist ein Ereignis das den Alltag durchzieht und in vielen Symbolen bewusst und unbewusst, liturgisch und im Brauchtum des Volkes sichtbar und spürbar wird.

Jeder Tag beginnt für viele Kinder mit dem Öffnen eines Türchens und dem Entdecken einer kleinen Überraschung oder Aufmerksamkeit.

Advent ist eine Zeit des erwartungsvollen Öffnen von Türen. Er gibt mir die Möglichkeit die Tür des Herzens und des Lebens zu öffnen; frei und offen zu werden für mich selbst und für den Menschen neben mir, für die Not und die Freude, die Dankbarkeit und Hoffnung, die in und unter uns lebendig sind.

Ein anderes starkes Symbol des Adventes ist das Kerzenlicht. Im Dunkel des Morgens erleuchtet es im Rorategottesdienst den Kirchenraum und öffnet die Seele für das Kommen des Herrn. In dieser Erwartung spiegeln sich die Dunkelheit unseres ganz persönlichen Lebens aber auch die globalen Ereignisse von Hunger und Not, Krankheit, Ungerechtigkeit, Krieg und Terror. Wir sitzen in der Dunkelheit unserer Welt und erwarten das Licht der Erlösung. Die Hoffnung ersehnt für jeden Menschen Liebe und Geborgenheit, Sicherheit und Zukunft. Diese Hoffnung hat die Kraft unser Herz und unseren Lebensalltag zu erhellen und mit dem Licht der Liebe Gottes zu durchleuchten. Wir geben dem Licht ein Gesicht. So bringen Adventsgesichter Licht ins Dunkel. Die Freude des Lebens wächst und die Menschwerdung Gottes wird wahr.

Die vielen Laternen in unserem Altarraum bilden solche Adventsgesichter ab. Es sind Menschen unserer Gemeinde im Advent, die sich auf den Weg machen Licht zu sein und Hoffnungsträger.

Lassen auch Sie Ihr Gesicht in dieser Erwartung hell und froh leuchten. Werden sie Teil dieser adventlichen Gemeinde. Stellen Sie sich und Ihre Familie, Ihre Freundinnen und Freunde mit in den Altarraum und erwarten Sie die Menschwerdung Gottes mitten unter uns.

Das Entzünden der Laternenlichter zu Beginn der Gottesdienste verbinden Sie mit einem persönlichen Gebet, einem Wunsch oder der Dankbarkeit vor Gott.

In dieser Haltung des zu Licht werdenden Gebetes können wir erleben wie manches Dunkle in uns und unter uns im Licht des menschwerdenden Gottes sich auflöst und erlöst wird. Diese Zeichen der sichtbarwerdenden Liebe wünsche ich Ihnen und Ihrer Familie für die kommende Adventszeit von ganzem Herzen.

Ihr Pfarrer

 

 

 




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