Liturgische Kolumne

Was mach ich bloß, der Herrgott kommt!

Jeden Monat steht im Gemeindebrief „Gottesdienst­beauftragte besuchen unsere Kranken“. Mehrmals im Jahr erhalten alle Senioren Post: „Wenn Sie die hl. Kommunion zu Hause wünschen…“ … ja, was mach’ ich denn da…

Viele Gemeindeglieder sind regelmäßig in die Kirche gekommen und nun machen die Beine nicht mehr mit oder sie sind lange Zeit an das Bett gefesselt… und darum kommt jetzt die Kirche nach Hause, persönlich, durchs Fernsehen, durchs Radio.

In der Kirche ist der Altar geschmückt, mit einer weißen Decke, Blumen, Kerzen und Kreuz … und genau das machen Sie zu Hause auch. Der Tisch, der in Ihrer Nähe steht, an dem Sie täglich essen, wird jetzt zum Altar, zum Tisch für die Ewigkeit. Schon das Vorbereiten kann zum Gottesdienst werden.

Manchmal hängt das Kreuz in der Stube an der Wand oder über dem Bett, es hat Sie vielleicht das ganze Leben begleitet. Nun tragen Sie es zum Altar… da erinnern Sie sich an viele Lebensgeschichten. Wo haben Sie das Kreuz eigentlich her?

Und eine Kerze finden Sie auch. Vielleicht die Osterkerze oder eine andere. Möge es doch Licht und hell werden im Alltag des Lebens.

Und dann setzten Sie sich hin und warten auf den Besuch, da ist manchmal Zeit für ein Stoßgebet oder den Rosenkranz… wie viel Lebenszeit haben Sie schon warten müssen…so erwarten Sie heute den Herrgott in Gestalt des eucharistischen Brotes… und letztlich, warten wir auf die Ewigkeit… aber bis dahin kann es für den einen oder anderen zu lang … oder zu kurz werden.

 

cb

 

 




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