Liebe Gemeinde,

Pfr.Tippelt
ein mit Goldornamenten reich überzogener Hintergrund zeigt die göttliche Sphäre an in die ich als Betrachter hineingezogen werde. Das unsichtbare Geheimnis der Dreifaltigkeit wird sichtbar. Der Vater Gott sitzt auf dem Thron. Das Buch ist aufgeschlagen. Der Heilige Geist schwebt als Taube über dem Gedanken Gottes. Die Erlösung des Menschen wird erfunden. Das Lamm schaut Christus an und anbetend nimmt der Sohn den Auftrag entgegen. Der Schlüssel schließt den Kreis. Vom Herz des Vaters wird der Schlüssel am Heiligenschein des Sohnes zum Kreuz. Im göttlichen Ratschluss wird die Menschwerdung Gottes im Sohn zur Erlösungstat für die Welt. Das Unschuldslamm wird geopfert, damit der Weg in die göttliche Sphäre möglich wird. Die Menschwerdung ist schon im Vollzug. Der rechte Bildabschnitt zeigt Maria und Elisabeth als schwangere Frauen, die Jesus und Johannes in ihrem Schoß tragen. Dabei sitzt das ungeborene Jesuskind im Schoß Mariens wie auf einem Thron und der ungeborene Johannes kniet, faltet die Hände und betet den Erlöser an. Die Füße der Frauen stehen auf dem unteren rechten Bildrand. Fast spüre ich sie neben mir. Das Göttliche kommt zur Welt. Versonnen blicken beide Frauen durch die irdische Welt hindurch ins Göttliche und ahnen die wunderbare Aufgabe ihrer noch nicht geborenen Kinder. Maria die Jungfrau mit dem offenen Haar und dem offenen Ohr hat das Wort des Engels vernommen und bejaht. Das blaue Kleid der himmlischen Treue spricht das Magnificat. Die Buchstaben dieses Lobgesangs zieren den Mantelsaum in golden gestickten Lettern. Elisabeth als alte, verschlossene Frau im roten Kleid der Liebe schaut in der transzendenten Ferne den Ratschluss der Erlösung. Die Blicke der Frauen kreuzen sich im Betrachter und so werde ich zum Beteiligten am Staunen über dieses Geschehen. Gott sucht einen Weg uns Menschen eine Chance zu geben, das Leben zu gewinnen. Aus Liebe wird Gott in Jesus Mensch und geht den Weg des Lammes. Unschuldig nimmt er alles trennende aus der Welt und verwandelt es durch seine Liebe in den Weg zum Leben. Er erlöst, befreit und rettet uns in die Liebe Gottes hinein.

In diesen Wochen des Advents erwarten wir dieses Kommen Gottes in unsere Welt. Gleichzeitig werden wir in die Gegenwart Gottes gehoben und die Strukturen unserer Welt werden auf radikale Weise in Frage gestellt:
… Er stürzt die Mächtigen … erhöht die Niedrigen … lässt die Reichen leer ausgehen …

Öffnen wir uns diesem bewegten Geheimnis. Erwarten wir das Kommen Gottes und lassen wir uns mit seiner Liebe beschenken.
Mit adventlichem Gruß

Herzlich Ihr Pfarrer

                
Unterschrift Pfr.Tipelt
           

 

 

Bertram Tippelt

 

 




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