Liebe Gemeinde

Weihnachtspyramide

Nach dem ökumenischen Gottesdienst zum Reformationstag verabrede ich mich mit einem Evangelischen -  den Namen soll ich natürlich nicht nennen. Es sei unbedeutsam . Ich komme dort mit meinem Fahrrad an und habe meinen Fotoapparat dabei. Es geht um die kleinen Schätze, die sich im Hause angesammelt haben und die vom Glauben, von Gott und der Welt erzählen und die helfen, dem verborgenen Gott auf die Spur zu kommen. Die naive Holzschnitzkunst des schlesischen, katholischen Künstlers Egeniusz Zegadlo beeindruckt mich. Grob geschnitzt und bunt bemalt finde ich alle wichtigen Themen des Glaubens dargestellt und im Haus verteilt als Figuren, Figurengruppen, als Altar und auch ein Krippenbaumhaus. Wir vereinbaren an diesem reformatorischen Tag das ökumenische Advents– und Weihnachtsprojekt, dass das Krippenbaumhaus mit zwei Scheunentoren ab dem ersten Advent in der katholischen St. Dominicuskirche stehen darf und uns durch die Advents– und Weihnachtszeit begleiten wird. Den traditionellen Platz in der Martin - Luther - King - Kirche wird das Krippenbaumhaus nun dieses Jahr nicht zieren können und der dort auf dem Sockel stehende Heilige Franziskus freut sich über den Weihnachtsschmuck in der Kirche, den er sonst nicht zu Gesicht bekommt. Währenddessen ist die protestantische Leihgabe dem katholischen Gottesvolk bei der  adventlichen Spurensuche behilflich. Der Stern über dem ergreifenden Geschehen weist den Weg. Das Getümmel auf dem Dach ist ein ganzes Engelorchester und das scheint der versammelten Vogelschar die Flötentöne beizubringen, die zum Lobgesang notwendig sind. Das ganze Baumhauskrippendach ist voller Musik und Tanz. Die bunten Farben, die frohen und offenen Augen der Engel und Vögel, die quirlige Bewegung geben den Rhythmus des Lobpreises auf dem Krippenbaumhausdach an. Die Scheunentüren sind noch zu. Die Könige haben sich auf den Weg gemacht und das Geheimnis der Heiligen Nacht wird sich offenbaren. Die Türen werden sich öffnen und das Geheimnis der Menschwerdung wird sichtbar, das Verborgene offenbar und wir können es im Glauben erfassen. Gott wird Mensch. Öffnen wir ihm unser Haus, das Herz , die Seele. So kann er eintreten und uns öffnen für die Wirklichkeit des Ewigen. Einen gesegneten Advent Ihnen und Ihrer ganzen Familie herzlich Ihr

 

 

 

 

 

Pfarrer Bertram Tippelt

 

 




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