Aus dem Kirchenvorstand

Seit August letzten Jahres wird unser Gemeindesaal in der Mittagszeit als Mensa für das Mittagessen der Kinder der Schule und des Hortes genutzt. Täglich essen über 80 Kinder in unserem Gemeindesaal. Dabei entstand ein erheblicher Lärmpegel. Die Ursachen dafür liegen zu nächst in der fröhlichen Mittagstischunterhaltung der Kinder. Das Scharren der Stühle kommt hinzu und eine Hallwirkung, die gespeist durch diese vielen Geräusche sich zu einer sehr unangenehmen Lautstärke verdichtete. Daraufhin beschloss der Kirchenvorstand Maßnahmen zur Schalldämmung für unseren Gemeindesaal zu ergreifen. Inzwischen ist dieses Vorhaben realisiert und unser Gemeindesaal wirkt vom Geräuschempfinden wie ein Wohnzimmer. Der Unterschied zum kleinen Saal, der keine Schalldämmung hat, ist erheblich und direkt spürbar.

Durch die allgemeine Finanzkrise bewegt, wurde durch die Bundesregierung Anfang des Jahres das sogenannte Konjunkturpaket II Gesetz. Dabei sollen vor allem energieökologische Umbaumaßnahmen von Kinder- und Jugendeinrichtungen gefördert werden. Eine wärmethermische Untersuchung unseres Gemeindezentrums ergab ein desaströses Bild. Wie auf den Bildern erkennbar sind alle Gebäude des Gemeindezentrums in einem schlechten bis sehr schlechten Wärmedämmzustand. Besondere Schwachstellen sind die Fenster und Oberlichter sowie die Türen und Dächer. Ebenso sind die im Spritzwasserbereich verlegten Heizungsstränge eine ständige Wärmeabgabe an die Umwelt.

Durch glückliche Umstände und schnelle Reaktion ist es uns gelungen zumindest in der fast nicht zu realisierenden Zeitvorgabe drei Projekte dem Senat vorzuschlagen, um unsere Gebäude, die besonders für die Kindererziehung genutzt werden, wärmeökologisch auf den Stand der Zeit bzw. der Zukunft zu bringen. Das betrifft das Kitagebäude. Hier sind die Fenster ringsum zu erneuern, das Dach mit einer neuen Wärmedämmung zu versehen und mit einer neuen Dachhaut abzudichten. Ebenso muss das Gebäude ringsum einen Meter aufgegraben werden um den Spritzwassersockel mit einer Wärmedämmung zu versehen. Das gleiche gilt für das Hortgebäude Projekt II. Das Gemeindezentrum mit Saal und Längsgebäude bilden das Projekt III. Dabei ist jeweils eine 75% staatliche Finanzierung vorgesehen. Die verbleibenden 25% sind über die normalen kirchlichen Wege der Bausanierung zu finanzieren. Dazu sind wir derzeit mit dem Caritasverband für die Kita und mit dem EBO für das Gemeindezentrum und dem Schulamt für den Hort im Gespräch. In der Krise wartet viel Arbeit auf uns.

 

für den Kirchenvorstand Pfr. Tippelt

 
Wärmeabgabe

 

Rings um unsere Gebäude laufen die Heizstränge im Spritzwasserbereich und geben sehr viel Wärme ab.

Die Fenster -und Dachflächen und die Oberlichter sind Wärmebrücken erkennbar an der hellgelben Färbung. Bei minus 6°C Aussentemperatur haben die Bauwerksteile +2°C Wärmeabgabe.

 

 

 




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