Familienreise

Wer nicht dabei ist, verpasst was !

53 Leute von 5 bis Anfang 70 besuchen drei Kirchen in einem einzigen Raum.

So etwas ist wohl nur bei der Familienreise von St. Dominicus möglich. Das Thema der diesjährigen Familienreise war "Ökumene". Im Tagesraum im Haus 6 des St. Otto-Heimes waren eine orthodoxe, eine evangelische und eine katholische Kirche nachgebaut, beim "Streit der Kirchtürme" und in verschiedenen Gruppen beschäftigten wir uns mit Gemeinsamkeiten und Unterschieden dieser drei christlichen Kirchen.

Familienreise 2004 kl

An einem Nachmittag besuchten wir die evangelische Kirche in Krummin und hörten einige Ausführungen, automatisch vom Band gesprochen. Dieser Studienausflug entwickelte sich später zu einem Picknick auf der Wiese und zu einem Wettlauf um die Kirche. Während es bei den Kindern und den Männern jeweils nur einen Sieger gab, gelang es den Frauen, gemeinsam als Siegerinnen ins Ziel zu kommen.

Unter der Anleitung des Ikonenmalers Istvan Farkas konnten wir eigene Ikonen gestalten, die später beim Abendgebet gesegnet wurden.

Großen Anklang fand das Geländespiel für jung und alt, bei dem sowohl Erfahrung, als auch Geschicklichkeit gefragt waren.

Der Höhepunkt für alle Fußballspieler, groß und klein, war das Fußball-Turnier.

Gestresste und verspannte Erwachsene erholten sich bei den Massagen und Fangopackungen der im Haus ansässigen Physiotherapeutin. Zwischendurch blieb Zeit für Spaziergänge und Picknick am Strand, für einen Bummel durch Zinnowitz und für Einkäufe. Zum Ausklang der Tage trafen sich die Erwachsenen in der Caféteria zu Rück- und Ausblick, bevor es dann zum gemütlichen Teil überging.

Beim Familientag, der zur freien Verfügung war, wurde auf Radtouren und Wanderungen die ganze Insel Usedom von West nach Ost, von Peenemünde bis Ahlbeck, erkundet.

Sehr viel Gemeinschaft konnten wir bei den Morgen- und Abendgebeten, beim gemeinsamen Musizieren und bei der Abschluss-Messe im Gruppenraum erleben. Das Evangelium dieses Gottesdienstes erzählte von jemandem, der etwas verpasst hat: „Thomas, genannt Didymus (Zwilling), einer der Zwölf, war nicht bei ihnen, als Jesus kam. Die anderen Jünger sagten zu ihm: Wir haben den Herrn gesehen. Er entgegnete ihnen: Wenn ich nicht die Male der Nägel an seinen Händen sehe und wenn ich meinen Finger nicht in die Male der Nägel und meine Hand nicht in seine Seite lege, glaube ich nicht. Acht Tage darauf waren seine Jünger wieder versammelt, und Thomas war dabei. Die Türen waren verschlossen. Da kam Jesus, trat in ihre Mitte und sagte: Friede sei mit euch!" (Joh. 20,24-26) So wie Thomas etwas Wichtiges verpasst hat, als er nicht mit den anderen Jüngern zusammen war, so verpasst jeder, der nicht zur Familienreise mitfährt, etwas Wichtiges. Aber genau wie Thomas eine weitere Gelegenheit bekam, das Erlebnis nachzuholen, so gibt es eine weitere Gelegenheit ... bei der Familienreise 2005.

Albina Romanowska und Angelika Wnuk

 




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