Voll das Leben“ - in Zinnowitz

Dienstag, 12.8.

Von Regen und TÜREN

Schon mal gezählt, durch wie viele Türen man so täglich geht?

Was ist eigentlich die Funktion einer Tür, wozu ist sie da?

Jesus sagt von sich, dass er eine, wenn nicht sogar, DIE Tür sei? Das ist schon merkwürdig… ein Mensch eine Tür? Die Funktion von Türen war den RJW-Teilnehmern recht bald klar... wenn es kalt und regnerisch ist, hält sie das draußen, was besser draußen bleiben sollte… doch die Sache mit den Menschen und den Türen ist dann doch etwas diffiziler… Türen öffnen Räume ganz neue und unbekannte… mitunter trifft man aber auch Menschen, die einem Türen öffnen, manchmal hauen sie einem die Tür auch vor der Nase zu...

Wieso aber ist Jesus für uns wie eine Tür? Nach der Katechese war diese Frage, wenn auch nicht komplett beantwortet, so doch wenigstens etwas.

Zum Mittagessen gibt es Hühnerbeine, was nicht ganz so gut ankommt, aber die Kartoffeln und die Soße schmecken...

Da das Wetter gerade mal mitspielt, gibt es am Nachmittag dann einen Strandspaziergang nach Trassenheide. Zuvor kurzer Halt am Ottostrand. Einige nutzen die Zeit zum Baden, anderen bauen eine menschliche Pyramide, laut Piotrek die höchste Dominikanerpyramide, die jemals in Zinnowitz gebaut wurde.

In Trassenheide  an der dortigen Strandpromenade lassen wir uns ein Eis schmecken und wandern durch den Wald zurück.

Nach dem Abendessen dann Quizparty in der Bengschhalle. Musik, Tanz und Spiele, der Kaplan macht sich voll zum „Klops“ … irgendwann sind wir alle müde und beenden den Abend in der Kapelle. Anschließend fallen wir alle müde ins Bett.

 

Donnerstag, 14.8.

Mit dem Rad nach Peenemünde und dem Auto ins KKH Wolgast – oder Wespen, Wind und  Rippenbrüche

Heute findet die obligatorische Fahrradtour statt und damit verbunden das Rumgemotze über die Helmpflicht, die viel zu lange Strecke, das Wetter, das blöde Fahrrad usw. Diese Liste ließe sich beliebig weiterführen und wurde in diesem Jahr um die Punkte WIND und WESPEN ergänzt.

Zugegeben, der Gegenwind auf den ersten Kilometern war schon sehr anstrengend, so dass man das Gefühl hatte zu stehen, obwohl man die Pedale voll durchgetreten hat. Auch die Wespen waren unangenehm.

Dann Besuch der Phänomenta. Es ist schon beeindruckend, was es dort zu sehen und auszuprobieren gibt. Anschließend Rückfahrt auf dem kürzesten Weg wurde mir gesagt, und ich bin ehrlich, das liegt auch in meinem Interesse, denn der Allerwerteste tut ziemlich weh. Plötzlich piept mein Funkgerät. „Hallo Claudius, bitte anhalten, Glenn ist gestürzt.“ Wir halten und warten. Glenn scheint es an den Rippen erwischt zu haben, aber er meint, es ginge schon und so fahren wir gemeinsam weiter nach Karlshagen durch den Wald. Und wieder piept das Funkgerät, über dessen Sinn ich auf der Hinfahrt bei gefühlten 185 kmh und starkem Gegenwind bereits nachsinniert hatte. „Hallo Claudius, Glenn kann nicht mehr. Wir müssen halten...“

Wir halten. Piotrek und das Auto werden gerufen. Kurze Beratung des Teams. Lukas übernimmt die Führungsrolle von mir und alle fahren weiter, während Glenn und ich auf das Auto warten. Nach einer halben Stunde setzen Piotrek und ich Glenn in Pfarrers Auto und legen sein Rad auf die Rückbank. Ich schwinge mich aufs Rad, um die letzten Kilometer in Angriff zu nehmen.

Im Ottoheim angekommen, bin ich erstmal allein. Piotrek und Glenn im KKH-Wolgast und der Rest noch nicht zurück. Schließlich Abendessen mit 29 frischgeduschten Jugendlichen, die alle irgendwie geschafft zu sein scheinen.

Nach dem Abendessen tauchen auch Piotrek und Glenn wieder auf. Ich hatte mit der Ankunft nicht vor Mitternacht gerechnet; aber gut. Etwas genaues kann der Arzt auch nicht sagen.                                        

  Kaplan Teuscher

 

 

Zinnowitz3




Show details for Alle Dokumente in dieser RubrikAlle Dokumente in dieser Rubrik