MISEREOR- Fastenaktion 2005 in St. Dominicus

Misereor05kl

Teilen verbindet - gemeinsam gegen Krankheit in der Welt 

Das ist das Leitwort der MISEREOR-Fastenaktion in diesem Jahr. Was es bedeutet, gesund zu sein, wird uns meist erst dann (schmerz­lich) bewusst, wenn wir es nicht mehr sind. Alle haben wir erfahren, wie es sich anfühlt, wenn eine “einfache" Grippe den Kopf schwer und die Glieder kraftlos macht oder uns ein “harmloser" Darminfekt für Tage außer Gefecht setzt. Einige von uns kennen auch die Hilflosigkeit und die Verzweiflung, wenn geliebte Menschen ins Krankenhaus müssen, wenn jemand - man selbst vielleicht - todbringend erkrankt. Da sind Lebenspläne plötzlich durchkreuzt, brechen Lebensgefüge mit ihren Verantwortlich­keiten und Abhängig­keiten auseinander, bleibt oft über lange Zeit nur das Bangen und Hoffen auf Besserung, auf Heilung gar - und nicht immer geht all das gut aus.

In den armen Gegenden Afrikas, Asiens, Ozeaniens und Latein­amerikas können schon “einfache" Erkrankungen lebens­bedrohlich werden: Da findet sich kein Arzt, das nächste Krankenhaus ist viel zu weit weg, einen Krankenwagen gibt es nicht, Medikamente sind kaum vorhanden und zudem unerschwinglich teuer. Arme haben keine Krankenversicherung. Bei schwereren, länger andauernden Krankheiten bricht die ohnehin prekäre familiäre Versorgung zusammen. Allein unter Gesundheitsaspekten leben Arme ständig in Unsicherheit, gehört das Bangen und Hoffen auf eine gute Zukunft zum Tag wie der Aufgang der Sonne: Unter den Armen der Welt sterben jeden Tag mehr als 24.000 Kinder einen vermeidbaren Tod.

Die Hintergründe, warum Millionen Menschen krank und arm leben, sind vielschichtig und von Region zu Region höchst unterschiedlich. Aber zur Menschenwürde gehört auch die Gesundheit. Da setzt MISEREOR an: nah bei den Menschen vor Ort, bei jeder Frau, jedem Mann und jedem Kind. Allen Menschen kommen dieselbe Würde und dieselben Rechte zu, ganz gleich wo, wie arm oder reich sie geboren sind. Alle Menschen sind von Gott geschaffen nach Seinem Bild und Gleichnis. Daher gilt Jesu Einsatz für Gerechtigkeit insbesondere den an den Rand Gedrängten, den Armen und den Kranken, deren Lebensverhältnisse dieser Würde nicht entsprechen. Ausführlich berichten die Evangelien davon, wie Jesus die Kranken heilt und auch seine Jünger aussendet, die Kranken zu heilen: als Zeichen des anbrechenden Gottesreiches. In dieser Tradition weiß sich die Kirche. In dieser Tradition weiß sich MISEREOR.

Wir wollen, wie in den vergangenen Jahren auch, am MISEREOR-Sonntag, das ist in diesem Jahr der 13. März, die 11 Uhr-Messe in diesem Sinn gestalten.

Bitte spenden Sie; für die an diesem Wochenende in allen Gottesdiensten gehaltene MISEREOR-Kollekte; so reich wie möglich.

Dr. Rudolf Neider

Im Anschluss an den 11-Uhr-Gottesdienst sind Sie wieder zum Fastenessen eingeladen. Wie in den vergangenen Jahren auch; sollen die dadurch für das sonntägliche Mittagessen zu Hause eingesparten Kosten ebenfalls für MISEREOR gespendet werden. Wir hoffen auf Ihre möglichst zahlreiche Teilnahme an diesem Essen, die auch ein Zeichen der Verbundenheit mit unserer Gemeinde sein soll. Die Mitglieder des Arbeitskreises treffen sich am 2. März um 19 Uhr zur Vorbereitung des MISEREOR-Sonntags im Gemeindezentrum.




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