Aus dem KV - Hort

Durch die gesetzlichen Veränderungen im Bildungssystem des Landes Berlin ist die Verantwortung der Kinderbetreuung in den Hortgruppen innerhalb der Kitas aus der Verantwortung der Kitas in die Schule gewechselt. So mußte seit vergangenem Schuljahr auch die St. Marien Grundschule, Kooperationspartner finden, die diese Aufgabe der Hortbetreuung übernehmen. Zunächst wurden in diesem Zusammenhang alle katholischen Kirchengemeinden des Dekanates, die in ihren Kitas einen Hort angeboten haben, befragt, ob es eine Möglichkeit gibt, dieses Angebot aufrecht zu erhalten. Der Kirchenvorstand St. Dominicus hat als einzige Gemeinde des Dekanates die dringende Bitte der St. Marien-Grundschule aufgegriffen und eine positive Grundsatzentscheidung für die Einrichtung eines Hortes in Trägerschaft der Gemeinde in der Kirchenvorstandssitzung im September 2004 gefasst. Es folgten viele Beratungen und Überlegungen wie dieses notwendige Vorhaben umgesetzt werden kann. So wurde im Mai 2005 ein Kooperationsvertrag zwischen Schule und Gemeinde geschlossen, der die rechtliche Grundlage des Hortes in Trägerschaft der Gemeinde St. Dominicus für die St. Marien-Grundschule bildet. Das pädagogische Konzept wurde im November 2005 vom Kirchenvorstand verabschiedet. Im Schuljahr 2006/2007 konnte die Gemeinde in den eigens dafür von der Schule hergerichteten Räumen den Hortbetrieb einer Hortgruppe von 28 Kindern im Kernmodul von 13.30 bis 16.00 Uhr aufnehmen. Ein weiterer Kooperationspartner der Schule kündigte seinen Betreuungsvertrag zum Schuljahresende 2007. Die zweijährige Übergangszeit ist nun zu Ende. Die letzten Hortkinder haben die Kitas verlassen.

Durch die im Sparplan 2009 vom Erzbischöflichen Ordinariat (EBO) geforderten Maßnahmen, das technische Personal in den Gemeinden abzubauen und 25% der pastoralgenutzen Fläche im Erzbistum einzusparen, haben wir die Möglichkeit, den 100% refinanzierten Hort in die Gemeinderäume so zu integrieren, dass sowohl das Sparziel als auch die Einrichtung des Hortes möglich wird. Um die Grundlinien dieser Entscheidung festzulegen, waren der Kirchenvorstand, der Pfarrgemeinderat, die Mitarbeiter der Kita und die Schulleitung im März 2007 in Bad Saarow mit diesem Thema zur Klausurtagung aufgebrochen. Wir berichteten ausführlich im Gemeindebrief April darüber.

An der Erweiterung des Hortes wurde gearbeitet. Der ehemalige Clubraum und der Miniclubraum wurden für den Hort speziell hergerichtet. Die ehemalige Küsterwohnung wird derzeit für den Hort vorbreitet. Ebenso ist die Versorgung der Hortkinder in der Kitaküche mit Biovollwertkost als Mittagstisch eingeplant. Inzwischen sind über 80 Kinder der St. Marien-Grundschule zum Hort St. Dominicus 2008/2009 angemeldet. Um die Versorgung in bisheriger Qualität zu sichern, ist ein Küchenneubau in Planung.

Die für Gemeindeveranstaltungen dadurch verloren gehenden Räume, werden

 durch Verlagerung der Aktivitäten in das neue Dominicuszimmer, in die Räume im Untergeschoss der Kirche und in den kleinen Saal erreicht. In einer Übergangs­situ­ation wird der kleine Saal zunächst zur Nutzung des Hortes von

12.00 Uhr bis 16.00 Uhr vorgehalten. Die ehemalige Küsterwohnung wird in das Raumkonzept des Hortes aufgenommen.

Bei einer später geplanten Einführung einer Schülerspeisung ist auch der große Saal zur Mensanutzung von 12.00 bis 14.00 Uhr angedacht. So werden sowohl Gemeindeakivitäten am Vormittag, am späten Nachmittag und Abend den Saal nutzen können als auch ein Mensabetrieb für die Schüler der Marienschule möglich sein.

Durch die intensivere Nutzung der Räume ist die Finanzierung der entstehenden Betriebskosten möglich. Die Einsparung der vom EBO geforderten pastoralen Nutzflächen und die gleichzeitige, refinanzierte Hortnutzung unserer Räume ist ein sich ergänzender Prozess. Kurz gesagt: Die Gemeinde spart durch intensivere Nutzung. Dem pastoralen Auftrag der Weitergabe des Evangeliums an die kommende Generation kommt diese Entwicklung entgegen. Es ist eine Fügung, dass in der Krise unseres Erzbistums unserer Gemeinde sich diese Möglichkeit eröffnet hat. Junge Familien werden für das Gemeindeleben in der katholischen Kirche sensibilisiert. Eine Finanzierung außerhalb der Kirchensteuermittel ist gesichert, neue Arbeitsplätze werden geschaffen, der Standort wird langfristig stabilisiert und die Gemeinde St. Dominicus gestaltet damit das Gemeindeprofil, im Süden Berlins ein katholischer Schwerpunkt in der Kinder- und Jugendpastoral zu sein, aktiv. Dieser positive Ausblick stellt uns vor neue Aufgaben. Möge uns Gottes Geist dazu ermutigen.

Pfarrer Bertram Tippelt

 

KV-Hort

 

 

 

 




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