Liebe Gemeinde,

Pfr.Tippelt
am 14. Februar ruft uns der Handel zum Valentinstag. Blumen, Geschenke, die die Liebe und Zuneigung ausdrücken, werden überreicht. Die Liebe wird gefeiert durch einen schönen Abend, durch Lieder und viele Liebesworte. Ja die Liebe bewegt die Herzen der Menschen und ist die schönste und wichtigste Kraft des Lebens. Sie ist ein Geschenk des Himmels. Am 14. Februar wird es erbarmungslos vermarktet. Auf die Verehrung des Heiligen Valentin geht dieses Datum unter anderem zurück. Es markiert den 40. Tag nach dem Weihnachtsfest. Gottes Liebe wird Mensch. Dabei ist die historische Substanz des Heiligen Valentin so fragwürdig, dass die Verehrung seit dem II. Vatikanischen Konzil aus dem offiziellen römischen Heiligenkalender herausgenommen wurde und nur in den Diözesen Mainz, Fulda und Limburg in den Regionalkalendarien geführt wird.

Es geht an diesem Tag auch mehr um die Sache als um den Heiligen, dessen Name dafür steht. Der Heilige Valentin soll den Liebenden Hilfe sein, ihre Liebe zu finden, zu feiern, wachsen zu lassen und beständig zu gestalten.

Dieser Wunsch wird Gebet und ist so Aufgabe, unser Leben mit Liebe zu füllen. Dabei gibt es viele biblische Anregungen, Orientierungen und Hilfen. Der Apostel Paulus schreibt unübertroffen in seinem Brief an die Korinther:

 

Und wenn ich meine ganze Habe verschenkte, und wenn ich meinen Leib dem Feuer übergäbe, hätte aber die Liebe nicht, nützte es mir nichts. Die Liebe ist langmütig, die Liebe ist gütig.

Sie ereifert sich nicht, sie prahlt nicht, sie bläht sich nicht auf. Sie handelt nicht ungehörig, sucht nicht ihren Vorteil, lässt sich nicht zum Zorn reizen, trägt das Böse nicht nach.

Sie freut sich nicht über das Unrecht, sondern freut sich an der Wahrheit.

Sie erträgt alles, glaubt alles, hofft alles, hält allem stand.

 

Die Liebe durchwirkt dabei unser Leben. Sie ermöglicht es erst und wird zur Sinn gebenden, gestaltenden, selbst den Tod überwindenden Größe des Lebens. Sie zu feiern und sich ihrer zu vergewissern, sie zu beleben und zu erhalten, sie wachsen zu lassen, ist aller Mühe wert. Der tiefste und ursächlichste Grund aller Liebe liegt jedoch in Gott, der jede und jeden von uns liebt. Das ist der Grund unseres Lebens überhaupt. Diese Liebe zu leben und mit Leben zu füllen, ist tiefster Lebenssinn. Beginnen wir bei uns selbst und schenken wir unsere Liebe weiter. So können wir mit unserer Liebe zum Segen werden und Gott in die Welt tragen, weil er die Liebe ist.

So grüße ich Sie in Seiner Liebe herzlich Ihr Pfarrer

 

 

 

 

Bertram Tippelt

 

 




Show details for Alle Dokumente in dieser RubrikAlle Dokumente in dieser Rubrik