Entscheidung des Erzbischofs

 

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Der Erzbischof von Berlin

23.4.2007

 

Sehr geehrter Dekan Motter,

sehr geehrte Mitarbeiter/innen im pastoralen Dienst,

sehr geehrte Damen und Herren in den Pfarrgemeinderäten und Kirchenvorständen, liebe Mitbrüder im Priesteramt,

 

Ihre Vorschläge zur Umsetzung des Plans 2009 habe ich zur Kenntnis genommen und beraten.

 

Danach setze ich folgendes für das Dekanat Neukölln fest:

1. Im Dekanat Neukölln werden zwei pastorale Räume gebildet:

         a) Nord-Neukölln: St. Christophorus, St. Clara und St. Richard

         b) Süd-Neukölln: Bruder Klaus, St. Theresia vom Kinde Jesu, St. Dominicus und          St. Joseph

2. Für den Raum Nord-Neukölln ist dem vorgelegten Konzept (verabschiedet am 17. Mai 2006) zu folgen. Es ist kontinuierlich – unter regelmäßiger Auswertung der gesammelten Erfahrungen – weiterzuentwickeln und schrittweise zu realisieren. Der Priester aus dem Pool für das pastorale Personal mit 1,0 BU wird Kaplan in St. Clara und Dekanatsjugendseelsorger.

3. Für den Raum Süd-Neukölln wird das Netzwerkmodell gebilligt. Zwar sprechen mehr Gründe – vor allem wegen der Zukunftsfähigkeit – für das Modell mit einer Schwerpunktgemeinde, aber es soll nichts gegen den Widerstand der Mehrheit durchgesetzt werden. Die GR-Stelle aus dem Pool für das pastorale Personal mit 0,5 BU wird in St. Dominicus angesiedelt und mit den Aufgaben für den Raum Süd-Neukölln betraut. Solange es möglich ist, soll über den Plan hinaus für St. Dominicus ein Kaplan bestimmt werden.

4. Die finanziellen Mittel für die technischen Dienste im Umfang von 2,5 BU (1 BU = 30.000,-- €) werden zu gleichen Teilen auf die beiden pastoralen Räume aufgeteilt. Im pastoralen Raum Süd-Neukölln werden die finanziellen Mittel im Umfang von 1,25 BU zu gleichen Teilen auf alle vier Gemeinden aufgeteilt; aber nach drei Jahren soll geprüft werden, ob St. Dominicus (als faktische Schwerpunktgemeinde) nicht einen größeren Anteil erhalten muss.

5. Im pastoralen Raum Süd-Neukölln sollen die Gemeinden die Angebote, die von St. Dominicus gemacht werden, nutzen und dementsprechend unterstützen.

Für die Anstrengungen auf dem Weg zur Neustrukturierung der Pastoral im Dekanat Neukölln danke ich Ihnen sehr und wünsche Ihnen Gottes Segen bei der Erarbeitung der Umsetzungsschritte, damit die neue Struktur in Ihrem Dekanat lebendig werden kann.

Ihr gez. Georg Cardinal Sterzinsky

 

Kirche im Süden Neuköllns

Kirche im Süden Neuköllns

Mit dem Plan 2009, den das Erzbistum Anfang des Jahres 2006 den Gemeinden mitteilte, begannen intensive Gespräche zwischen den Gremien der Gemeinden im Dekanat Neukölln. Auf der einen Seite galt es, die noch verbleibenden personellen Resourcen im Dekanat zu verteilen, zum anderen

waren Wege der Zusammenarbeit zwischen den Gemeinden zu finden, mit dem Ziel, die pastorale Arbeit zunehmend auch überpfarrlich zu gestalten.

In einem solchen Abstimmungsprozess zwischen einer Vielzahl an Beteiligten ist es sicherlich wünschenswert, aber nicht notwendigerweise zu erwarten, eine möglichst große Übereinstimmung in allen Fragen zu erhalten.

So zeichnete sich im Süden von Neukölln im ersten Halbjahr 2006 ab, dass die Gemeinden Bruder Klaus, St. Joseph
und St. Theresia sowie die Gemeinde St. Dominicus verschiedene Vorstellungen über die zukünftige Gestaltung der überpfarrlichen Zusammenarbeit haben.

Die Vertreter der Gemeinden haben in diesem Prozess ihre jeweiligen Standpunkte und Ziele engagiert eingebracht und hart miteinander gerungen.

Entscheidung des Bischofs. Mit dem Schreiben vom 23.04.2007 hat unser Bischof seine Entscheidungen zur zukünftigen pastoralen Arbeit im Dekanat Neukölln mitgeteilt. Darin billigt der Bischof einerseits das mehrheitlich gewollte Modell einer Zusammenarbeit in einem Netzwerk, spricht aber andererseits von einer faktischen Schwerpunktgemeinde St. Dominicus und kündigt eine Überprüfung seiner Entscheidung hinsichtlich der technischen Stellen in drei Jahren an.

In einem Netzwerk wie es von den drei Gemeinden Bruder Klaus, St. Joseph und St. Theresia für die Gestaltung der pastoralen Arbeit favorisiert wird, hat jede der vier Gemeinden einschließlich St. Dominicus einen wichtigen Stellenwert. Jede der Gemeinden kann und wird sich mit ihren Stärken einbringen. Dabei werden sich Schwerpunkte herausbilden. Wo diese entstehen, wird die Zukunft zeigen.

Kirchenmusik. Die Entscheidungen des Erzbistums zur Finanzierung der Kirchenmusik im Süden Neuköllns ab dem 01.01.2008 sehen vor, dass allein in St. Dominicus eine halbe Stelle für Kirchenmusik mit dem Schwerpunkt Kinder- und Jugendmusik verbleibt. Die anderen Gemeinden erhalten eine jährliche Pauschale, die ein Bruchteil der bisherigen Mittel beträgt. Besonders betroffen ist davon die Chorarbeit in diesen Gemeinden.

Die Erhaltung der Chöre hat für die Gemeinden einen hohen Stellenwert. Damit wir auch in Zukunft ein gelungenes und gemeinsames Chorfest feiern können, wünschen wir uns, dass dies für alle Chöre gelingt.

Unser gemeinsames Ziel ist es, die Kirche im Süden Neuköllns vor Ort als Heimat für die Menschen zu erhalten, die ihren Glauben leben und in Gemeinschaft gestalten wollen.

 

Dr. Dieter Kaiser, PGR-Vorsitzender St. Joseph

 

 




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