Liebe Gemeinde,

inmitten der Nacht fällt das Licht der Welt, der Stern der Ewigkeit, Gott selbst, die Liebe in den Schoß der Welt, in die irdische Endlichkeit, in die Herzen der Menschen und öffnet die Seele für das Geheimnis der Menschwerdung: Heilige Nacht. Der Heilige kommt zur Welt und heiligt alle, die sich berühren lassen: Maria, Elisabeth, Josef, die Hirten, die Könige der Welt, der Wissenschaft, der Erkenntnis und selbst die Politik gerät durcheinander. Weltbewegendes ist aus dem Stall von Bethlehem hervorgegangen.  Wir dürfen dies im Glauben erkennen und feiern. Es ist der Grund unserer Freude, der Grund unserer Hoffnung und der Ort von dem wirklich die Kraft der Versöhnung ausgeht und Friede wird.

Hohle Worte? Nein. Die Wirklichkeit unseres Lebens wird durch diese kleine Geschichte so zart und umfassend gefüllt beschrieben, dass es das Herz und die Seele anrührt, die Mächtigen ängstigt und die normalen Menschen zutiefst erfreut. Ein Kind ist geboren. Gott wird Mensch. Welch ein Geheimnis. Auf unserem Titelbild ist die Geburtskirche in Bethlehem dargestellt, besser die Anbetungssituation vor dem Stern, der den Felsen umschließt, den die Tradition als den Geburtsort Jesu markiert. Tief unter dem Altar ist die kleine vom Kerzenlicht schwarz gewordene Geburtsgrotte. Ein unaufhörlicher Strom betender Pilger aus aller Welt kommt, wartet geduldig, kniet nieder, verehrt den Ort der Menschwerdung, singt, betet, lässt seine Sorgen und Nöte im Licht der entzündeten Kerze zurück und hofft auf Erlösung durch den Erlöser. Wir werden im kommenden Jahr ins Heilige Land reisen und auch diesen Ort besuchen. Ich werde die Situation  unserer Stadt, unserer Kirche, der Familien und Kinder, der Jugendlichen und der Alten dorthin tragen, um im Gebet der Kerze zu wissen, wir sind inmitten der Nacht vom Licht der Erlösung umstrahlt und jede und jeder einzelne darf sich und seine Lieben in Gott geborgen, angenommen und geliebt wissen. Einen kleinen Lichtstrahl dieser Hoffnung und Gewissheit erreicht uns dieser Tage durch das Friedenslicht, das eben an diesem Ort entzündet in die Welt gebracht wird. Die Pfadfinder haben es auch in diesem Jahr für unsere Gemeinde in Berlin in Empfang genommen und in unsere Kirche gebracht. Dort wird es in der Heiligen Nacht zur Krippe  getragen, um Frieden und Heil in unser Leben auszustrahlen. Es zeigt unser Gespräch mit dem Mensch gewordenen Gott an. Dieses Gebet schenkt Versöhnung und Heil, weil es den Horizont öffnet in das Licht der Liebe Gottes hinein. Das Licht der Liebe möge Sie und Ihre Familie umhüllen und zum Segen werden im NeuenJahr 2013. Das wünsche ich Ihnen von Herzen

Ihr Pfarrer

                        Bertram Tippelt

 

 




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