Liturgische Kolumne

„Feng Shui“? – katholisch – eins sein mit Gott und der Welt

 

Nein, es geht nicht (nur) darum, dass die Türen, Schränke und Wasserbrunnen im richtigen Winkel in der Stube stehen und den richtigen Energiefluss (ich bitte alle Feng Shui-Freunde um Entschuldigung für solch stümperhafte Bemerkung), aber um 3 Buchstaben über der Wohnungstür, geht es schon. Denn es tut gut, wenn über einem Haus, einer Familie, einer Wohnung, der Segen Gottes ruht. Irgendwie fühlt man sich behütet und sicher, oder? Für dieses Segensgebet gibt es in alten Büchern kaum Vorlagen. Oft haben diese Gebete abwehrenden Charakter und da der Teufel bekanntlich das Weihwasser fürchtet, wird das Haus auch mit Weihwasser besprengt und mit Weihrauch be- (oder ausge)räuchert.

Am Jahresanfang loben und preisen wir Gott und sprechen ihn an, dass in unserem Haus und bei allen Dingen, die uns täglich begegnen, ER erkennbar wird. So merken wir, dass Gott und Welt sich nahekommen und sein heiliger Geist die Welt durchweht.

Im Benediktionale (Gebetbuch für Segnungen) heißt es „Die Haussegnung soll zu einem Familienfest werden.“ Manchmal kommen die heiligen drei Könige/ Sternsinger von der Krippe und bringen aus dem (An)Gesicht des menschgewordenen Gottes den Segen mit.

Oder: Laden Sie für die Segnung Ihre Familie, auch sangesfreudige Mitglieder ein. Einen Gottesdienst finden Sie auf Seite 38. Schreiben Sie über Ihre Tür den Segen C+M+B, damit es alle Besucher und Vorbeigehenden sehen: Hier wohnen Menschen, die mit Gott und der Welt eins sind und hier weht gute Energie, der Heilige Geist.                         cb

 

 




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