Bericht zur Pfarrversammlung am 13. März 2005

 

Der 10. Pfarrgemeinderat (PGR) trat am 03.12.03 zu seiner ersten konstituierenden Sitzung zusammen und traf sich inzwischen zu 13 Sitzungen, über deren Inhalte Sie grundsätzlich durch Aushänge der Protokolle im Vorraum der  Kirche informiert wurden. Leider waren oftmals (mehrere) PGR-Mitglieder an der Teilnahme an den Sitzungen verhindert, so dass wir auf zwei Sitzungen nicht beschlussfähig waren. Zwei Mitglieder – Frau Wieschalla und Frau Pham – legten ihre Mandate wegen familiärer und beruflichen Belastungen nieder; ein herzliches Dankeschön für ihre Mitarbeit. Ein besonderer Dank geht an Frau Pham, die sich bereit erklärte, auch weiterhin in der Gemeinde aktiv mitzuarbeiten, besonders als Kontaktperson für die vietnamesische Gemeinde. Frau Luczynski und Frau de Souza sind die neuen Mitglieder des PGR`s.

 

Auf unseren Sitzungen befassten wir uns mit der Gestaltung des Gemeindelebens:

-          Wie können Kürzungen im hauptamtlichen Bereich wenigstens teilweise ehrenamtlich aufgefangen werden?
Dies betrifft den Seniorenbereich nach dem Eintritt von Frau Schmülling in den Ruhestand. Hier bildete sich eine Arbeitsgruppe Seniorenpastoral. Der Küsterbreich - nach dem Wegfall der Küsterstelle - wurde mit viel Engagement durch Ehrenamtliche gemeistert. Eine ehrenamtliche KüsterInnengruppe entstand. Den Blumenschmuck für die Kirche gestalten seit einem Jahr Frauen der Gemeinde ehrenamtlich. Die Gottesdienstbegleitung geschah im vergangenen Jahr durch neun ehrenamtliche Organistinnen. Sie erhielten dafür eine geringe Aufwandsentschädigung. Eine Gruppe von Kantoren und Kantorinnen haben in vielen Gottesdiensten das Anstimmen und Liednummern eingeben übernommen. Für den Hausmeisterbereich durch die Krankheit von Herrn Siebert ist derzeit eine Krankheitsvertretung mit 10 h eingesetzt.
Das neue, von Pfarrer Tippelt entwickelte, Schlüssel­austeilsystem für den ehrenamtlichen Zugang zu den Einrichtungen der Gemeinde erwies sich als sehr hilfsreich und funktioniert gut.
Allen die ehrenamtlich das Leben der Gemeinde fördern, sei herzlich Gott vergelt´s gesagt.

-          Wie können wir die Jugendlichen bei ihrem Engagement im kirchlichen Bereich unterstützen, mit ihnen zusammenarbeiten?

-          Die Arbeit mit Kindern, auch im musikalischen Bereich, war ein weiterer Schwerpunkt unserer Bemühungen. Dank der guten Zusammenarbeit mit dem Kirchenvorstand (KV) konnte Anfang des Jahres 2005 Herr Aehlig als für die Region im Kinder- und Jugendbereich verantwortlicher Kirchenmusiker in unserer Gemeinde mit 20h eingestellt werden.

-          Es war ferner unser Ziel, besondere Ereignisse des Kirchenjahres – Advents- und Weihnachtszeit, Fasten- und Osterzeit und Fronleichnam – gemeinsam mit dem Pastoralteam würdig und für die Gemeinde fördernd zu gestalten.

-          Feste wurden vorbereitet, natürlich mit viel Hilfe von Ihnen, liebe Gemeindemitglieder: Faschingsfeste, Gemeindefeste.

-          Die Zusammenarbeit mit den Nachbargemeinden wurde intensiviert, so beim Ökumenefest am Pfingstmontag, bei der längsten Kaffeetafel der Gropiusstadt, mit dem Kirchenchor von St. Josef und dem ökumenischen Vokalensemble.

-          Durch die Unterschriftenaktion gegen Fahrradunterstände vor unserer Kirchewand und die Teilnahme an dem Adventsmarkt auf dem Lipschitzplatz wirkten wir in der Öffentlichkeit.

-          Eine besondere Freude war es, dass auf Vorschlag des PGR Herrn Dr. Neider von unserm Kardinal in Anerkennung seiner Jahrzehnte langen Tätigkeit für die Eine Welt die St. Hedwigsmedaille verliehen wurde.

Viele dieser Aktionen konnten wir nur anstoßen und unterstützen durch die Hilfe von Ehrenamtlichen. Darum möchte ich Ihnen allen eine herzliches Dankeschön und Vergelt`s Gott sagen. Auf unserem Klausurwochenende vor gut einer Woche haben wir sehr deutlich aufgelistet gesehen, wie viele Aufgaben in unserer Gemeinde ehrenamtlich getragen werden. Wer gibt, nimmt auch etwas für sich mit, erlebt Gemeinschaft. Sicher gab es auch Meinungsverschieden­heiten und Auseinandersetzungen. Hierbei sollte sich jeder um Sachlichkeit und um ein tolerantes Miteinander bemühen.

Danken möchte ich den KV-Mitgliedern für die konstruktive Zusammenarbeit. Es kam am letzten Wochenende auf der Klausurtagung sehr deutlich zum Ausdruck, das wir gemeinsam überlegen, die Probleme auch für die Zukunftsplanung zu lösen.

Ein Dank geht auch an die Hauptamtlichen unserer Gemeinde für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit.

 

Wie Sie wissen, werden noch mehr finanzielle Kürzungen auf uns zukommen. Im Sanierungsplan für das Jahr 2009 sind für das gesamte Dekanat nur noch 1,5 Stellen für Sekretärinnen und eine Inspektorenstelle (Hausmeister) ausgewiesen. Die Gemeinden müssen folglich zusammenarbeiten, Schwerpunkte setzen und Profile entwickeln. Ein Umdenken unsererseits muss stattfinden. Das alles wird nicht leicht sein. Auf dem bereits angesprochenen Klausurwochenende war unser Thema die Gemeinde- und Profilentwicklung. Kinder- Jugend- und Seniorenarbeit muss langfristig gemeindeübergreifend stattfinden. Das Dekanat Neukölln wird in einen Bereich Nord und einen Süd aufgeteilt werden. Die Vorstände der Pfarrgemeinderäte, die Kirchenvorstände und die Pastoralteams müssen Kontakt aufnehmen, um Möglichkeiten der Zusammenarbeit und der Arbeitsteilung zu erörtern und in die Wege zu leiten. Tatsache ist dass noch mehr ehrenamtliche Helferinnen und Helfer benötigt werden.

 

Um die Informationen über die Aktivitäten der Gemeinden in unsern Bereich Neukölln-Süd zu erhalten wurden gemeinsame Pfarrgemeinde­nachrichten angedacht.

für den Vorstand Frau Heike Bernsen

 




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