Liebe Gemeinde,

das Grau und Dunkel des Novemberwetters führt uns zu unseren Toten auf den Friedhof. Die Gedanken an Vergänglichkeit und Sterben sind fühlbar nah.

Allerheiligen und Allerseelen führen mich in die Auseinandersetzung mit dem Sterben und dem Leben danach. Jeden Menschen ergreift dieses Lebensthema Tod. Die eindrucksvolle Freskodarstellung des „Berliner Totentanz“ (s.S. 27) in der Marienkirche am heutigen Alexanderplatz nimmt fast liebevoll jeden Stand bei der Hand und bittet zum Tanz. Dabei scheint die Todesgestalt mehr Leben in sich zu haben als der zum Sterben Gerufene.

Wir dürfen trotz aller Sorge und Angst im Glauben wissen: Wir sind durch den Tod hindurch von Gottes Liebe gehalten. Er hat unser Leben in die Ewigkeit gerufen. Der Himmel ist das Ziel. Die Vollendung im Leben bei Gott braucht uns nicht ängstigen. Das mittelalterliche Beten im Berliner Totentanz weiß um die Erlösung in Jesus Christus.

Möge diese Hoffnung Sie und Ihre Familie an den Gräbern erfüllen und zum Licht werden, das entzündet wird.

Herzlich grüße ich Sie

 

 

 

Ihr Pfarrer Bertram Tippelt

 

 

 




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