Liebe Gemeinde,

durch die wunderschön und ausgelassen gefeierten Faschingsfeste, erstmalig durch den Süd-Gemeinden-Fasching, diesmal in St. Joseph, durch die frohen Gottesdienste am Faschingssonntag, durch den Kinder- und Kleinkindfasching im Anschluss an den Familiengottesdienst, durch den auf hohem karnevalistischem Niveau gestalteten Seniorenfasching am Rosenmontag und durch die Fastnachtsfeierlichkeiten in der Kita und im Hort haben wir fröhlich erschöpft den Aschermittwoch erreicht und sind in die vorösterliche Bußzeit, die Fastenzeit eingetreten.

Der verborgenen Gegenwart Gottes in unserer Welt auf die Spur zu kommen und dies als Nahrung in uns aufzunehmen, soll die Ermutigung in der vorösterlichen Bußzeit werden. Unter dem Thema: „Gottes Schöpfung - Nahrung des Lebens“ sind Sie eingeladen, bewusst den Reichtum der uns geschenkten Nahrung zu erfahren. Unsere Schöpfung ist uns so vielfältig als Geschenk präsentiert, dass ich das oft übersehe und in den Selbstverständlichkeiten das Liebesangebot Gottes nicht wahrnehme. Die Fastenzeit lädt ein zum Innehalten, zum bewussten Verzicht, zur aufmerksamen Wahrnehmung, zu Werken der Nächstenliebe, zu Almosen und vor allem zum Gebet.

Nehmen wir die vielfältigen Möglichkeiten wahr, uns selbst und Gott auf die Spur zu kommen. Machen wir uns auf den Weg zum Osterfest mit wachem Herzen und aufmerksamer Seele. Durch die Reduzierung auf das Wesentliche und die Entrümpelung des Alltags werde ich bewusster in der Wahrnehmung des Verborgenen. So kann ich mein Leben neu auf den verborgenen Gott ausrichten. Der Psalmist beschreibt das im Psalm 104 so:

Herr, wie zahlreich sind deine Werke!
Mit Weisheit hast du sie alle gemacht,

Die Erde ist voll von deinen Geschöpfen.

Sie alle warten auf dich,
dass du ihnen Speise gibst zur rechten Zeit.

Gibst du ihnen, dann sammeln sie ein;
öffnest du deine Hand,
werden sie satt an Gutem.

Werden wir durch den Verzicht aufmerksamer. Lassen Sie sich ein auf den verborgenen Gott in Ihrem Alltag. Vertrauen Sie sich IHM an und gehen Sie dem österlichen Geheimnis dem in Gott geborgenem Leben nach. Sie werden nicht enttäuscht werden.

Auf diesem Weg wünsche ich uns als Gemeinde viele Entdeckungen der Spuren Gottes in unserem Alltag. Möge uns alle diese Zeit der Umkehr und Hinwendung zu Gott reich beschenken mit der Nahrung, die den Himmel schmecken lässt, die Liebe, die den Tod überwindet und uns die Hoffnung gibt, Anteil daran zu haben, schon jetzt mitten in unserem alltäglichem Leben.

Gruß und Segen Ihnen und Ihrer Familie herzlich.

Ihr Pfarrer

 

 

 

 

 

Bertram Tippelt

 

 

 




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