Rundfunkliveübertragung im RBB 92,4 am 7.1.07

 

Dank sei allen gesagt, die an der Vorbereitung und Gestaltung des Gottesdienstes anteil hatten und allen die mitgebetet und gesungen haben ein herzliches Gott vergelt´s. Besonderer Dank gilt den Sternsingern.

Hier können Sie die MP3-Datei (7.042kb) downloaden.

Viel Freude. Gruß und Segen Ihr Pfarrer Bertram Tippelt

Das Wort am 24.12.06 im RBB 88.8

und es begab aber sich zu der Zeit ...

Heute ist der vierte Advent, Heiligabend und Weihnachten. Das adventliche und weihnachtliche Geschehen an einem Tag und in einer Nacht. Wir erwarten das Kommen Gottes. Wir öffnen der Liebe Gottes unsere Herzen. Er kommt zu uns und wird Mensch. Die Liebe wird Mensch. Das ist das Geheimnis der Heiligen Nacht. Die Kinder freuen sich ganz besonders auf dieses Fest der Liebe und des Friedens der Geschenke wegen.

Haben sie ihren Weihnachtsbaum schon aufgestellt und geschmückt? Ist alles fürs Fest vorbereitet? Geschenke eingepackt, Weihnachtsgrußpost geschrieben, fürs festliche Essen alles eingekauft und vorbereitet?

Oder haben Sie es diesmal nicht schaffen können? Hat Sie alles erdrückt in der Hektik der letzten Tage und der so oft enttäuschten Erwartungen dem großen Fest gegenüber?

Gönnen wir der Seele am Morgen dieses Tages eine kleine Besinnung.

Der Christbaum ist seit über 400 Jahren ein Bild für den Baum im Paradies. Wir werden ins Paradies geführt. In den Krippen- und Passionsspielen des Mittelalters hatte er seinen Ursprung. Seine Symbolik spricht seither.

Mit seinem Grün hält er die Hoffnung auf das Leben, das ewige Leben wach.

Ursprünglich mit Äpfeln und Oblaten geschmückt, erinnert er an den Sündenfall im Paradies und an Christus den Erlöser.

Der 24. Dezember ist im kirchlichen Kalender der Gedenktag an Adam und Eva. Der erste Versuch Gottes uns Menschen das Paradies zu schenken, ist gescheitert. Zu sehr machen wir uns selbst zu Gott. Zu sehr sind wir der Meinung, dass uns das Leben zusteht. Zu wenig erkennen wir, das Leben als Geschenk. Gott schenkt uns das Leben. Das Lebensgeschenk, das in die Ewigkeit reicht.

So beschenken wir uns heut, weil wir selbst Beschenkte sind. So dürfen wir uns lieben, weil wir Geliebte sind. Gott wird Mensch. Er kommt zu Ihnen. Er kommt in Ihr Leben und ist ganz Mensch, ganz lieb und zärtlich und wandelt uns mit der Kraft des kleinen Kindes von Bethlehem. Er kennt die Ungerechtigkeit, das harte Leben, das Ausgeschlossensein, die Einsamkeit, die Armut und kommt genau dorthin und zeigt seine Treue, seine Solidarität und seine Liebe.

Und es begab sich aber zu der Zeit

so beginnt der Evangelist die Weihnachtsgeschichte. Ich möchte sagen, zu unserer Zeit, heute, dass das Wort Fleisch wird, dass Gott zu Ihnen kommt, dass er mitten in Ihrer Welt bei Ihnen ist, mitten in Ihrer Familien, mitten in den Schwierigkeiten, in den Auseinandersetzungen, in den Krisen des Lebens. Er kommt in das Dunkel der Nacht und lässt seinen Stern leuchten. Er gibt uns Licht und Hoffnung durch seine Liebe.

So wünsche ich Ihnen und Ihrer Familie, dass Sie heut das Wunder der Menschwerdung Gottes auf irgendeine weise erfahren, das Ihnen das Geheimnis der Heiligen Nacht begegnet. So sage ich Ihnen Gesegnete Weihnacht.

Bertram Tippelt, Pfarrer




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