Liturgische Kolumne

5 kg in 2 Wochen - Was Frauenzeitungen versprechen

Wieso eigentlich erzählen mir Frauenzeitschriften im Frühjahr, dass ich abnehmen soll und dass ich Kraut oder Müsli essen soll oder solch Pulver in Wasser gelöst wird empfohlen, damit ich nicht verhungere, dass meine Figur nach Weihnachten zu fett ist oder ich Punkte sammeln soll, damit ich mich wieder wohl fühle…

„Gott hat mir mein Leben und mein Aussehen gegeben …“ (LH 245) und er hat mich wunderbar gestaltet und gesagt, nachdem er  den Menschen als Mann und Frau gestaltet hatte „Es ist sehr gut.“

Als dieses Ebenbild Gottes will ich in der Fastenzeit besonders über mich nachdenken und beobachten, wie ich mein Ebenbild Gottes gestalte.

Der Verzicht auf Speise und Trank ist im Alten Testament oft Ausdruck von Trauer, Buße, Intensivierung des Gebetes und Vorbereitung auf besondere religiöse Ereignisse und Feste. Auch die christliche Urgemeinde übte Fasten. Durch die Jahrhunderte hindurch hatte die Kirche verschiedene Fastenpraxen, mittwochs und freitags, auf jeden Fall aber sind Aschermittwoch und Karfreitag, als Tage mit nur einer Mahlzeit empfohlen. Es gibt Zeiten mit Abstinenz von Fleischspeisen und Wein.

Sonntags ist kein Fasttag.

Inzwischen ist die Fastenpraxis ziemlich milde geworden. Ich lade ein zum Fasten vor Ostern zurückzukehren, auch zugunsten der leiblich-seelischen Gesundheit. Dazu zählt nicht nur die Beschränkung von Essen und Trinken, auch der Konsumverzicht und die Besinnung auf das Wesentliche des Lebens.

cb

 

 




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