Bericht aus dem KV 2006

Das Protokollbuch des Kirchenvorstandes zeigt die Seite 87 als die zuletzt beschriebene. Neunzehn Seiten Beschlüsse und Beratungsergebnisse notierte Frau Polenz als Protokollführerin in diesem Jahr. Ein Hauptthema war die Sparplan-2009-Diskussion. Viel Zeit und Energie sind in die Debatten auf der Dekanatsebene geflossen, leider ohne durchgreifenden Erfolg. Eine Schwerpunktsetzung im Süden Neuköllns konnte zwischen den Gemeinden derzeit nicht erzielt werden. Den Standpunkt PGR und KV St. Dominicus finden Sie in den Pfarrnachrichten Juni 2006 S. 20 und Juli/August 2006 S. 6-9 zusammengefasst.

Die geplanten dramatischen Personaleinsparungen beim Pastoralpersonal und beim technischen Personal und die damit verbundene Umstrukturierung der Pastoral werden uns die nächsten Jahre weiter begleiten. Der Kirchenvorstand hat sich auch mit einer Vielzahl arbeitsrechtlicher Probleme befassen müssen. Verfahren vor dem kirchlichen Arbeitsgericht und der Schlichtungsstelle der Caritas werden uns auch noch im neuen Jahr beschäftigen. Mit Herrn Jasinski konnten wir Mitte des Jahres einen Aufhebungsvertrag unterzeichnen. Wir danken ihm für seine jahrelangen treuen Dienste als Hausmeister in der Kita. Nach dem bisherigen Plan 2009 werden wir künftig einen Pfarrer, aber keinen Kaplan mehr haben, eine Gemeindereferentin mit einer halben Stelle für unsere Gemeinde und einer halben Stelle für die Dekanatskinderpastoral. Für das gesamte technische Personal (Sekretariat, Reinigung und Hausmeister) sind 9.375 € im Jahr vorgesehen. Die z.Zt. einmal wöchentliche Reinigung allein kostete 2006 ca. 11.500 €.

Den Hort konnten wir in der St. Marien-Grundschule einweihen. Ein erster Schritt mit derzeit 28 Kindern in der Betreuung von 13.30 Uhr bis 16.00 Uhr ist gemacht. Der Hort wird weiter ausgebaut. Träger ist die Gemeinde. Der Kirchenvorstand hat eine ständige Arbeitsgruppe Kita/Hort eingerichtet. Herrn Blach und Fr. Ritter sei für die vielen Planungen und Berechnungen im Hintergrund gedankt. Die Zubereitung der Mittagsmahlzeit hat unsere Kitaküche übernommen. Im Frühjahr 2007 wird eine Gesamtversorgungskonzeption erarbeitet.

Der heilige Antonius hat seit dem 13. Juni, seinem Festtag, in unserer Kirche einen festen Standort gefunden. Viele Spenderinnen und Spender haben geholfen, diesen Platz der Verehrung und des Gebetes in unserer Kirche zu schaffen. Gott vergelt´s.

Der Durchgang zum Schulhof konnte geschlossen werden und das Dominicuszimmer mit kleiner Teeküche entstand. Ein Durchgang zur Kirche vom Pfarrhaus ist damit möglich geworden. Aus dem Nachlass von Bruder Emil, den wir Anfang des Jahres mit großer Anteilnahme zu Grabe trugen, kam das Dominicusbild wieder in die Gemeinde zurück und gab dem neuen Raum den Namen. Er wird uns ein guter Fürsprecher sein. Die Sakristei wurde renoviert und bekam einen neuen Fußboden. Die elektrische Licht- und Fensterschaltung und die elektrische Glockenbetätigung in der Kirche wurden durch eine Funkschaltung für die vielen ehrenamtlichen Küster übersichtlich und komfortabel.

Der Eine-Welt-Laden unseres Arbeitskreises St. Dominicus für Entwicklungshilfe und Mission hat mit dem Umbau endlich einen Lagerraum erhalten. Das Kerzenlager ist ebenfalls dort untergebracht. Die Sakristei konnte dadurch entlastet werden. In diesem Zusammenhang wurde der hintere Kircheneingang stufenlos gestaltet und die „Kreuz­berger Fahrradständer“ an der neu entstandenen Wand aufgestellt.

Durch eine großherzige Spende konnte besonders für die Gestaltung der Familiengottesdienste ein E-Piano angeschafft werden. Ebenso war dadurch eine Komplettierung unseres Band-Equipment u.a. durch einen kleinen Verstärker möglich. Die marode gewordene Bühne im Saal wurde durch neue flexible Bühnenelemente, die zur Bühne der Schule kompatibel sind, ersetzt.

In unserer Kita haben wir den hinteren Ausgang durch eine große Dachfläche
überdecken können. So können dort die Buggys der Kleinen parken.

Wir haben 40 Jahre St. Dominicus gefeiert und auf die vielen Lebensäußerungen unserer Gemeinde zurückblicken können. Sehr viel ist bewegt worden. Unsere Gemeinde ist lebendig und zeigt, es lohnt sich, den Glauben zu leben. Der Kirchenvorstand ist redlich bemüht, mit den immer knapper werdenden Mitteln, den für das Gemeindeleben notwendigen äußeren Rahmen zu schaffen.

Für die Zukunft haben wir zwei wichtige Beschlüsse zur Sicherung der Finanzen der Gemeinde gefasst. Zum einen möchten wir die Senioren um ein so genanntes Kirchgeld für die Gemeinde bitten. Dies ist besonders denen angetragen, die keine Kirchensteuer mehr zahlen. Aber auch unsere Pensionäre bitten wir um diese Gabe. Zum anderen werden wir in St. Dominicus den „Klingelbeutel“ einführen. Dieser zweite Kollektenkorb ist für die Belange der Gemeinde bestimmt, während der 1. Kollektenkorb eine entsprechend dem Anliegen weiterzuleitende Kollekte ist. Mit den gesammelten Geldern bilden wir einen Fond, der die drastischen Finanzkürzungen des Erzbistums für unsere Gemeinde abpuffern soll. Wir sind zuversichtlich. Wenn alle mitmachen, wird St. Dominicus ein Schwerpunkt in der Region sein.

Für den Kirchenvorstand

Axel Bünner, stellvertretender Vorsitzender

Pfarrer Bertram Tippelt, Vorsitzender




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