Liturgische Kolumne

„Damit Ihr wisst, was Ihr sagen sollt“ - Pfingsten

Falls Sie für einen Fernsehsender gefragt werden, was Pfingsten für ein Fest ist, an dem es nur in Deutschland noch einen 2. Feiertag gibt, ist es gut, geistgefüllt zu sein, damit „ihr wisst was ihr sagen sollt“ (Lk 12,11 f).

Das jüdische Festjahr kannte sieben Wochen nach dem Paschafest das Schavuotfest (in griech. Kreisen auch Pentekoste = 50 Tage).  Es war eines der großen Wallfahrtsfeste als Dank für die Weizenernte und später auch als Fest für den Bundesschluss, die Übergabe der Zehn Gebote (Dekalog)  am Sinai.  Nach
Apg 2,1ff erfolgte an einem solchen Fest die Ausgießung des heiligen Geistes an die sich von Jesus verlassen gefühlten Jünger/innen. Ein neuer Bund mit Gott war beschlossen.

Pfingsten vollendet das Osterfest. Gott sendet seinen Heiligen Geist und mit ihm beginnt  nach der irdischen Zeit Jesu die Zeit des Geistes, die Zeit der Kirche. Dieser Geist lässt selbst den Petrus ungeahnte Reden schwingen. (Apg 2, 14ff)

Ich finde es gut, dass im Land der Reformation ein 2. Feiertag für das Pfingstfest erhalten ist, damit wir in  Gottes Heiligem Geist die Einheit der Kirche erbeten.                          cb

 

 




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