RKW R.I.P. Raupe im Paradies 2011 Zinnowitz

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Mittwoch, 03.08.11

Alle standen wir noch vor der Kirche und unser Bus kam schon. Also alle in die Kirche ohne Bus und da haben wir dem Lieben Gott erst mal Guten Morgen gesagt. Und Er hat uns gesegnet, wie sich später noch umso deutlicher herausstellte. Kurz gesagt: Wir hatten eine super kurzweilige Fahrt – der charismatische Gitarrenspontankünstler Jonas verkürzte uns die Fahrt mit seinem musikalischem Können. Wir sind so schnell in Zinnowitz angekommen, dass die Wolgasterzugbrücke untenblieb und unsere RJW-Jugendlichen nicht einmal die Zeit
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gefunden haben, sich zu postieren. Die Putzfrauen waren plangemäß mit der Reinigung der Häuser noch nicht fertig. Wir haben kurzentschlossen unsere Sachen sichergestellt und haben unsere Begrüssung wegen des super Sonnenscheins an den Strand verlegt und die ersten Badeversuche unternommen. Die Zimmer wurden am Strand verteilt und die Betten wurden dann mit dem ersten Ostseesand in den Zimmern gemacht. Das Abendbrot hat dann natürlich allen geschmeckt und wir haben uns bei R.I.P. getroffen. Raffa die Raupe und Smetbo der Schmetterling stellten sich uns vor und erzählten uns etwas von Vergangenheit und Zukunft, vom Leben davor und danach und dass das irgendwie alle betrifft.
Raffa wäre die Vergangenheit von Smetbo und Smetbo die Zukunft von Raffa. Beide sehen aber so verschieden aus. Die Raupe wird der Schmetterling und er steckt schon in ihr. Aber sie weiß es nicht. So steckt in jedem Menschen die Ewigkeit und wir wissen es nicht. Wir haben aber die Chance es zu glauben.

Unsere super Band unter Leitung von Jonas hat sage und schreibe neun Instrumentalisten und die Musik von R.I.P. ist echt anspruchsvoll und wir haben den ersten Song als Salsa drauf.

So sind wir dann in das Abendgebet gegangen und sangen:

Zu dir, o Herr, erhebe ich meine Seele. Mein Gott auf dich vertraue ich.

Herr, du schenkst Leben, kommst uns entgegen, wir danken dir dafür.

Gute Nacht.

Donnerstag, 04.08.11
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Die Sonne lacht aus blauem Himmel mit ihrem Licht so doll, dass Schlafen nicht mehr möglich ist. Wir stehen auf und ein herrlicher vom Licht erfüllter Tag liegt vor uns. Das Morgengebet mit Geige und Gitarre im Wald erhebt meine Seele zu Dir o Gott und das Frühstück schmeckt allen. Außer Martin er findet, dass drei Wurstsorten und vier Käsesorten, drei Marmeladesorten und Schokocreme, Pflaumenmus, Gurke und Tomaten, Bananen und frischduftende Bäckerbrötchen zu wenig Auswahl wären.

Die Band probt schon für den Beginn der Lichterkenntniskatechese. Smetbo erklärt Raffa, dass das Licht Erkenntnis bringt. Da aber Raffa im Dunkel ihres Kokons lebt, sieht sie nur mit dem Maul. Sie findet, was sie zum Fressen braucht. Smetbo geht ein Licht auf. Auch er flattert im Dunkeln, denn das Licht des Ewigen ist ihm verborgen. Er versteht Raffa und erkennt auch unsere Situation: Wir leben im Dunkel und das Licht der Ewigkeit ahnen wir im Glauben. Wir brauchen Erfahrungen und Geschichten des Lichts, die uns das Licht der Liebe Gottes zeigen.

Die haben wir dann in fünf Gruppen erzählt, diskutiert und gestaltet. Orte des Heils entstehen, wenn wir im Licht Gottes glauben.

Zum Mittag gab es Nudeln an Tomatensoße mit Jägerschnitzel und Mischgemüse und ein Rahmquarkheidelbeerdessert zum Nachtisch.

04Donnerstag110804kl
Die Sonne scheint warm, Licht und badefreundlich vom blauen Ostseehimmel und eine Teamsitzung brachte die Tagesplanänderung: Das Geländespiel wird vertagt. Wir gehen Baden. Super! Alle an den Strand mit Traktorreifen, Ball und Tau, Badesachen und Sonnenschutz. Strandaktionen und Baden bis zum Abendbrot waren intensiv, besonders das Schwimmen zur nahen Sandbank mit Wellentauchen – unvergesslich.

Das Abendbrot schmeckt. Wir basteln und backen Kuchen. Jetzt warte ich auf das Abendgebet. Es war ein schöner von Gott behüteter Tag im Licht der Liebe Gottes. Gute Nacht

Freitag, 05.08.11

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Viel zu früh beginnt der Morgen. Wir trauen unseren Augen nicht. Jonas sitzt mit seinem Klavier im Wald zum Morgengebet. Wir spüren die Hände, die uns beim Beten halten. Gottes Hand führt uns in den Tag, ins Leben, in die Ewigkeit, ins Glück des Lebens. Wir danken für die Nacht und lassen uns das Frühstück munden. Gespannt lauschen wir auf Smetbo und Raffa und die Botschaft vom Vertrauen in der Hand Gottes zu sein auch dann, wenn alles verloren geht. Diese Hand wird uns niemals entzogen. Jetzt kann Raffa von ihrer Sicherheit und ihrem Vertrauen und ihren Nahrungsvorräten in Ihrer Puppe erzählen. Smetbo wird ganz traurig und sucht in seiner Angst und Unsicherheit, das was Raffa kennt. Da geht ihm ein Licht auf. Wir sind in der Hand Gottes gehalten, wie Raffa in ihrer Puppe. Wir dürfen uns auf seine uns umhüllende Gegenwart verlassen und auf ihn vertrauen. Die Hand Gottes ist der Grund unserer Zukunft, unseres Vertrauens und der ständige Begleiter. Glücklich wer dies weiß, erkennt und damit leben gelernt hat. In fünf Jesus Geschichten wird dies in kleinen Gruppen erzählt, gestaltet und erfahren.

Das Mittag ist diesmal Ostseegemäß Fischfilet mit Mischgemüse und Kartoffelpüree. Zum Nachtisch wird der Apfelmus ratzeputz verputzt.

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Auf zur UBB heißt es dann. Wir fahren nach Trassenheide. Dort empfängt uns in Europas größter Schmetterlingsfarm Herr Lindemann. Er erzählt uns von Tropenklima, Fresspflanzen, Raupen, Puppen, Puppenstube und dass eine Raupe eine Hälfte eines riesengroßes Bananenblattes in einer Nacht auffrisst. Jede Raupe braucht sein Futter, seine Pflanze und aus jeder Raupe kommt ein Schmetterling. Schöne, bunte und große Schmetterlinge konnten wir bewundern und bestaunen. Diese Lebens-und Transformationsprozesse sind für unser Verhältnis zum Leben und zu Gott und zur eigenen Zukunft ein wunderschönes Bild. Das haben wir irgendwie gespürt.

Die Wanderung führte uns an einen einsamen Strand. Alle waren wegen des Regens geflüchtet. Als wir kamen war die Abendsonne warm und der Strandspaziergang von Trassenheide nach Zinnowitz echt ein Erlebnis.

Die Geborgenheit in der Hand Gottes erleben wir gerade beim Kuschelkino mit „Der Dieb wird lieb.“

Guter Gott lass uns in Deiner Geborgenheit schlafen und träumen. Schenke uns die Ruhe der Nacht in der Freude auf morgen in Deiner Liebe geborgen zu sein.

Gute Nacht.

 

Samstag, 06.08.11 Im Tod und Leben sind wir geborgen in Gott

Es ist zu früh als uns die Sonnenstrahlen am Schlafen hindern. Wir versammeln uns samt Klavier im Wald und das Morgengebetskreuz am Waldboden bekommt einen Siegeskranz, denn der Tod ist überwunden und das Leben lebt. Die Nacht ist vorbei und der Tag gibt dem Leben Raum. Wir danken und singen Herr du bist da.

Auf dem Tagesplan steht Gottesdienst warm up. Wir singen unsere Lieder. Markus nimmt sie digital auf und wir sehen unsere Heilsorte: Bethesda, das Grab Jesu, der Einzug in Jerusalem, die Heilung des Gelähmten, Maria Magdalenas Tränen in unseren Kartons gestaltet zu einem Kreuz werden. Die Osterkerze leuchtet.

Zwei Nachrichten machen diese theoretische Übungsstunde zum wirklichen Gottesdienst. Kai´s Grossmutter ist nach langer Krankheit gestern am Freitag in Polen gestorben. Wir beten und tragen auch die Trauer gemeinsam. Das Dunkel des Todes ist so mitten in unserer Gruppe Wirklichkeit. Unsere Lieder bekommen einen neuen tieferen Hoffnungsklang. Die Heilskartons werden zu Bildern unseres Lebens. Wie Maria Magdalena in ihrer Liebe den Tod Jesu nicht verstehen kann und weint, so sehr freut sie sich an der Erfahrung, dass Jesus lebt. Wir spüren, das Leben der Auferstehung im Kokon unserer Irdischen Gegenwart als Hoffnung und Glauben der Ewigkeit. Der Flügelschlag des Schmetterlings erinnert uns an unsere Zukunft. Im gemeinsamen Gebet spüren wir die Gemeinschaft der Heiligen, die Verbindung zu den Toten, die bei Gott leben hoffnungsvoll.

Eine zweite Nachricht erreicht uns. Es ist ein Bericht einer jungen werdenden Mutter. Lange hat sie auf das Kind mit ihrem Mann gewartet. Jetzt ist ihnen dieses verborgene Leben geschenkt. Sie berichtet voller Freude die Erlebnisse der Ultraschalluntersuchung. Das kleine Leben ist ein richtiger Mensch. Er winkt und turnt im Bauch herum. Wir staunen über diesen eindrucksvollen Bericht.

Tod und Leben, diesseits und jenseits geboren werden, bleiben ein Wunder und die Liebeserklärung Gottes an uns Menschen.

             Herr, du schenkst Leben, kommst uns entgegen, wir danken dir dafür,

singen wir im Licht der Größe Gottes.

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Das Mittagessen schmeckt. Nudeln – etwas kompakt geliefert zwar – aber in Soße Bolognese sehr lecker mit Gemüse und Rote Grütze zum Nachtisch. Jetzt heißt es auf in die Stadt shoppen und am Strand zurück zum Baden, denn die Sonne ist unermüdlich dabei uns mitzuteilen: An den Strand! Ins Wasser! Das Leben ist schön und größer als wir erkennen können. Die Sandbank war ein super Wellenerlebnis und nach dem Abendessen ging’s zur Schmetterlingsparty
Dresscode: bad taste.

Beim Abendgebet spüren wir den Segen Gottes und auch den Frieden für Kai´s Oma.

Guter Gott du schenkst uns das Leben. Es reicht über den Tod hinaus. Du läßt uns in Deiner Hand geborgen sein auch in dieser Nacht. Danke. Gute Nacht und Guten Traum.

Sonntag, 07.08.11

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30 Minuten länger schlafen das ist Sonntag. Es nieselt. Der Himmel ist zu gezogen. Die Sonne nicht zu sehen. Schade. Dennoch sind wir mit dem Klavier zum Morgengebet im Wald und singen den Segen herbei. Nach dem Frühstück – diesmal mit Ei – ist Gottesdienst angesagt. Wegen der Nieselei sind wir in der Benschhalle. Markus hat die Technik aufgebaut und die Band hat auf der Bühne Platz gefunden. Bewegt und froh feiern wir das Vertrauen in Gott. Mit Petrus gehen wir über das bewegte Wasser des Lebens und bekommen keine Angst, weil uns Raffa und Smetbo von der Hand Gottes erzählen, die uns in der ewigen Liebe Gottes hält und uns alle Angst nimmt. Unsere Ministranten schließen mit Lisa und Marie von der Zinnowitzer Gemeinde Freundschaft. Der frisch geweihte Neupriester Kaplan Johannes Schaan spendet den Primitzsegen. Das Mittagessen schmeckt besonders gut, weil Papierblumen, liebevoll von Kindern unter Anleitung von Lyly gebastelt, unsere Tische zieren. Der Papa von Kai ist gekommen und nach einer Schlafpause und dem gemeinsamen Mittagessen danken wir Gott für die Speisen und geben den Beiden den Reisesegen für die weite Fahrt nach Polen zur Beerdigung von Oma Traute.
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Die Mittagspause vergeht mit Spielen und Ruhen und am Nachmittag basteln wir in drei Gruppen Panflöten, lustige Stifthalter und RKW – Erinnerungen mit Jonas, Lyly und Raffaela.

Nach dem Basteln kam das ultimative Fußball Turnier unter Leitung von Raffaela. Lyly war die Pressefotografin. Erst in der letzten Minute wurde durch das Tor von David das Turnier entschieden.
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Die Siegerehrung folgte nach dem Abendbrot und versüßt den Abend am Lagerfeuer. Die Sonne kommt in den Abend und rundet die Lagerfeueridylle bei Stockbrot und Gesang als Geschenk des Himmels ab.

Lieber Gott, das war ein schöner RKW-Sonntag. Danke.
Schenke uns allen einen guten Traum und tiefen Schlaf. Amen.
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Montag, 08.08.11

Himmel am St. Dominicustag

Etwas müde ging es los, weil der Morgen schon begonnen hatte aber unsere Augen noch nicht ganz offen. Das Lagerfeuer hatte noch in den Träumen der Nacht gebrannt und das Stockbrot wurde gebacken und Geschichten vom Leben erzählt.

Mit den Armen dem Himmel entgegengestreckt erwarten wir von Smetbo und Raffa die nächste Geschichte und tatsächlich: Smetbo erzählt von der Freiheit und der Unendlichkeit, von Wärme und Licht, vom Glück und von der Liebe, das alles zusammen und noch viel mehr soll der Himmel sein. Raffa kann es gar nicht raffen und schläft bei diesen gewaltigen Gedanken wieder ein.

Die Augen auf das Herz gestimmt suchen wir aber in den biblischen Geschichten den Himmel, den uns Jesus auf die Erde brachte, damit wir Menschen den Himmel verstehen und erfahren, wenn z.B. einer der wie gelähmt ist und sich nicht mehr von der Stelle bewegen kann, der wie festgenagelt an seiner Vergangenheit, sich löst und losgeht mit einem Ziel, mit einer neue Perspektive und sich bewegt. Ein Wunder, der Himmel auf der Erde. Wir gestalten unsere Orte des Himmels weiter in den kleinen Kisten wird immer mehr Heil sichtbar.

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Die Sonne traut sich zum Mittag zwischen die Wolken und wir werden satt bei Nudeln und Wurstgulasch in Tomatensoße an Mischgemüse. Wir sind beflügelt und in einer dramatischen Abstimmung entscheidet sich die Mehrheit für Strand gegen Stadt. Also an den Strand mit Ball und Seil und Treckerreifen. Die See ist flach wie ein Teller. Keine Welle bis zum Horizont klare Sicht. Polen ist ganz nahe. Zur Insel Oie kann man fast schwimmen und wir stürzen ins Wasser. Eine wirkliche Abkühlung. Dann Völkerball und kurz vor dem Sieg über Raffaelas Mädchen- und Jungenschaft flüchten wir vor den sich andeutenden Regentropfen in Richtung Otto-Heim und gewinnen. Der Regen verzieht sich und wir laufen unsere Lylysche Zahlenrally auf und ab im Otto-Heim bei Sonnenschein. Das Abendbrot stärkt uns und der Abend wartet mit einem großen Spieleabend auf. Geschicklichkeit und Gemeinschaft ist gefragt.

Gute Nacht lieber Gott. Du schenkst uns Deinen Himmel schon heute. Danke. Amen.

 

Dienstag, 09.08.11 Gemeinschaft

Guten Morgen lieber Gott. Sturm, Wolken und Sonne lässt du über die Insel fegen, ein herrliches Wolkenspiel. Wir beten und singen es in die Waldluft. Die Gitarre und Geige helfen uns dabei. Das Frühstück schweigt noch von den Anstrengungen der Nacht.

Langsam kommt Bewegung in den Tag. Smetbo und Raffa entdecken das Leben und Gemeinschaft einander bedingen. Leben ist ohne Gemeinschaft nicht möglich. Die Gemeinschaft mit Gott hat die gleiche Gesetzmäßigkeit. Ohne Gott können wir nicht leben. Ob wir es von uns aus merken oder nicht spielt dabei nicht die Rolle. Wenn wir dies aber wahrnehmen, erkennen wir unser Leben tiefer und erfahren unseren Lebensgrund und Lebenssinn. In der Gemeinschaft mit Gott können wir unseren Himmel schon jetzt spüren. In den biblischen Geschichten wird sogar dadurch Heil sichtbar und der Tod überwunden. Wir testen unsere Gemeinschaft im Lied: Ehre sei Gott. Es funktioniert. Unsere RKW-Gemeinschaft singt auch zur Ehre Gottes.

Es gibt Mittagessen: Kartoffeln, Schmorbraten, Soße und Kohlrabigemüse, Kompott. Alle werden satt. Danke guter Gott.

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Das Urlaubsländergeländespiel steht Nachmittag auf dem Programm. In Gemeinschaft können wir richtig Urlaub machen, kommen ans Ziel und bewältigen manche Schwierigkeit. Neben Spanien, Italien, Portugal stand auch Frankreich auf der Liste der Urlaubsländer, die erreicht wurden. Während der Urlaubsreise spielte das Wetter April. Zwischen Regen - volle Kanne, Sonne - richtig warm und Wind ist es jetzt spielerisch ruhig, weiße Haufenwolken am sonnenbeschienen blauen Ostseehimmel. Wir bereiten uns auf die Party am Abend vor. Gemeinschaft – sie ahnen schon. Alle sind aufgeregt. Die Musik beginnt und Markus hat voll zu tun, alle Wünsche zu erfüllen. Die Party ist natürlich unvergesslich schön. Alle tanzen und dann am Ende werden wir ganz zur Ruhe kommen in der Kirche beim Abendgebet.

Guter Gott. Du schenkst uns unsere Lebensgemeinschaft. Das ist wunderschön
- eine Spur Deines Himmels. Wir danken Dir. Gute Nacht.

Mittwoch, 10.08.11 Paradies

Guten Morgen. Die Sonne scheint zwischen den weißen Wolkenbergen vom tiefblauen Himmel. Das Paradies der Garten so singen wir zum Morgenlob im Wald und das Thema klingt an: Paradies – unsere Hoffnung unser Ziel. Nach dem üppigen Frühstück mit Ei und heißen Würstchen, Gemüse und Nussschokoladencrem, Milch und frischen Brötchen singen wir ein paar Lieder auf Markus seine Festplatte. Smetbo und Raffa erscheinen wie jeden Tag nur heute ist es anders. Raffa ist ungewöhnlich fett und Smetbo früh am Morgen eigenartig müde. Es stellt sich heraus er ist des Lebens müde. Sterben ist angesagt und er weiß nicht wie es werden wird. Bei Raffa tun sich ebenfalls Veränderungen auf. Die Raupe Raffa erstirbt unter den Klängen von Mozarts Requiem und in der Metamorphose und gebiert sie sich als Schmetterling in eine neue Welt. Smetbo stirbt in die Ewigkeit und wir zur Himmelsraupe. So verschieben sich die Ebenen des Lebens. Wir lernen. Der Tod ist die Geburt in die Ewigkeit – eine völlig neue erfahrene Dimension unseres Leben, die wir jetzt schon in uns tragen. Wir singen das Lied vom Paradies aus der RKW 2009 und merken die Sache ist kein Spiel, sondern unser Leben. In den biblischen Heilsgeschichten findet das in den Wundern vom Leben seinen Widerschein und wir besprechen, gestalten und meditieren das in kleinen Gruppen. Das Mittagessen ist heute Gemüsesuppe und nicht jedermanns Sache. Dafür hat Raffaela eine doppelte Portion Schokoladenpuddig aus der Küche organisiert.

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Jetzt sind die Sachen für das Aussenlager zusammenzupacken. Wir sollten nichts vergessen: Wassertonne, Spaten – das Waldklo – Brot, Milch, Bratwürste, Planen, Regensachen usw. Der Bulli wird bepackt. Jonas spricht mit den Pfadfindern aus Dresden. Die wollen morgen auf dem Platz am Achterwasser zelten und bauen zwei große und ein Kkeines Zelt auf. Wir dürfen die heute schon mal benutzen. Wirklich eine Fügung. Wir lassen unser SG20 zu Hause und freuen uns. Die Gruppe geht los. Der Bulli fährt alles zum Platz und Stunden später ist große Freude: Die Sonne, der Wind, die Zelte, das Achterwasser alles da und die Kinder und Gruppenleiter gut gelaunt beim Holzsammeln. Ich fahre in Ottoheim zurück und bin einsam – auch ein gutes vor allem ruhiges Gefühl und nutze die Zeit für einen meditativen Spatziergang nach Trassenheide am Ostseestrand. Das Telefon klingelt. Kai ist zurück gekommen. Ich freue mich und bringe ihn zur Gruppe. Er liefert als Bäcker überraschend die per SMS bestellten zwei Brote. Große Freude. Er berichtet von der Beerdigung seiner Oma. Sehr beeindruckend. Sie, das ist sicher, ist beim Zelten dabei und passt auf uns auf. Das Lagerfeuer brennt und in die Nacht hinein erzählen wir uns Geschichten. Ich bringen die drei Mädchen, die nicht zelten dürfen ins Otto-Heim zurück. Wir sprechen in der Kirche das Abendgebet und Gute Nacht.

Donnerstag, 11.08.11

Kurz nach Mitternacht fing es langsam und unaufhörlich an zu regnen. Das Jugenzelt war dicht, bei den Mädchen war das nicht so. Der Morgen war dann ehr nass und waschen brauchten wir uns nicht. Gegen 9.45 Uhr setzte Jonas dann den Hilferuf ab. Um 10.30 Uhr waren die ersten Kinder im warmen und trocken. Die Rettungsaktion zog sich dann bis 12 Uhr. Dann war der Zeltplatz wieder in Ordnung alle Kinder in warmen trocknen Sachen und am gedeckten Mittagstisch. Es gab Geschnetzeltes, Reis, Erbsen und Birnenkompott und es hörte auf zu Regnen. Mittagsschlafpause und Säuberungsaktion. Gegen 15 Uhr singen
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wir und machen noch ein paar Aufnahmen unserer schönen Stimmen, schauen uns die Heilskisten an und staunen wie gewaltig unser Leben ist. Es ist umhüllt von der Liebe Gottes und die hat die Kraft uns in die Ewigkeit zu führen. Nach dem Abendbrot steigt der Bunte Abend mit Künstlern aus aller Welt, selbst ein Professor für Geschichte ist aus New York gekommen. Ein spannender Abend mit Spiel, Wissen, Geschicklichkeit und Gewinnern.

Beim Abendgebet danken wir für die gemeinsame Zeit. Geschafft gegen wir zu Bett. Morgen ist Aufräumen, Packen und Heimfahrt angesagt. Stimmungsmäßig können wir eigentlich noch bleiben, denn das Wetter soll schon morgen wieder zum Baden einladen. Vielleicht schaffen wir das auch noch. Gute Nacht.

Freitag, 12.8.11 Abfahrt

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Guten Morgen lieber Gott.
Alles rein in den Koffer, Bulli und Bus, wir in die Kirche Reisesegen und ab nach Berlin.
Gruß und Segen wir treffen uns am Sonntag um 10 Uhr zur Heiligen Messe.
Euer Pfarrer und Team
 

 

Gern stellen wir den Kontakt zu den Gruppenleitern und Vorständen her.

(Unser Pfarrbüro Tel. 66 79 01 0)




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