Liturgische Kolumne

Zwischen „Hier liegt vor deiner Majestät im Staub die Christenschar“ und „Steht auf vom Tod“

Wenn es heißt: ‚Lasst uns beten.‘, dann stehen wir auf. Unser, mein Gebet, mein Sprechen mit Gott kann von Angesicht zu Angesicht geschehen.

Wir danken dir, dass du uns berufen hast, vor dir zu stehen und dir zu dienen, heißt es im Hochgebet - dummerweise knien wir da gerade.

In der Gegenwart von Königen und Pharaonen durften Menschen  nur kniend und mit geneigtem Haupt demütig da sein. Sie sind Untertanen. Vor  unserem Gott stehen wir, gerade, aufrecht.

Samuel (1 Sam 3) steht auf, als er von Gott gerufen ist, Elia (1 Kön 17) steht in Gottes Dienst und auch der Prophet Ezechiel wird von Gott gerufen. „Steh auf, ich will mit dir reden.“  (Ez 1,28). Lazarus wird von Jesus aus dem Grab gerufen: „Komm heraus.“ (Joh 11) Dazu muss er aufstehn.

STEHen wir auf, aus dem alltäglichen Leben, STEHen wir auf, aus den Müdigkeiten und Belastungen. Achten wir doch einmal auf unser Stehen auch im Gottesdienst.

AuferSTEHung können wir feiern, immer, wenn wir aufSTEHen, wenn Gott uns ruft in seinen Dienst, zu seinem Lob, zum Singen und Beten.

So ist Ostern auch das Fest des geraden Rückgrates, des aufrechten Menschen, so wie Jesus es uns vorgemacht hat. Maria Magdalena sah Jesus „da STEHen“ (Joh 21) - als den Auferstandenen.

Ich wünsche uns ein gesegnetes Fest der AuferSTEHung.

cb

 

 




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