Der Kirchenvorstand berichtet

Im Jahr 2011 endete der XII. Kirchenvorstand und der XIII. hat sich in der Sitzung am 7. Dezember konstituiert. Herzlich sei den aus dem Kirchenvorstand scheidenden Mitgliedern Frau Polenz und Herrn Blach für die eingebrachte Kompetenz und Zeit gedankt. Mit viel Zeit und Engagement haben sie unter anderem den Miniclubvorstand und die Kita-Hort AG unterstützt und geprägt. Im XIII. Kirchenvorstand dürfen wir Herrn Bünner als stellvertretenden Kirchenvorsteher wieder begrüßen, Frau Plehn und Herr Maslowski sind als Kassenprüfer wiedergewählt. Der Kirchenvorstand bestellte Frau Ritter zur Führung der umfangreichen Rendantur in den verschiedenen Bereichen. Frau Rita Czech wurde wieder um die Verwaltung der Solaranlage gebeten. Die Vertretung des KV im PGR übernimmt Fr. Fenscky, Herr Falk und Herr Titone werden unsere Gemeinde in der Vertreterversammlung repräsentieren. Die verschiedenen Ausschüsse wurden besetzt, der Bauausschuss mit Herrn Klar, Herrn Maslowski und Herrn Falk, die Kita-Hort AG mit Frau Fenscky, Herrn Wudel, Herrn Bünner und Pfarrer Tippelt und der Umweltauschuss wird von Frau Plehn gebildet. Herr Strzelczak ist der neue Schriftführer. So ist der Kirchenvorstand und die Sachausschüsse arbeitsfähig und wir wünschen Gottes Geist bei allen Beratungen und Entscheidungen in der kommenden Legislaturperiode.

Schauen wir auf das vergangene Jahr zurück: Das Jahr begann mit einer großen Baustelle. Das Untergeschoss der Kirche wurde grundsaniert. Die gesamte Toilettenanlage wurde entfernt, die Toilettenräume bis auf den Grundbeton entkernt und von Grund auf neu gebaut. Der Einbau einer behindertengerechten Toilette im Untergeschoss, eine neue Raum-, Toiletten- und Duschaufteilung und die Komplettsanierung der Fenster im Nassbereich haben zu einer neuen angenehmen Funktionalität beigetragen. Die im Hort bewährten „automatischen“ Wasserhähne an den Waschbecken und Spüleinrichtungen bei den P-Becken helfen Wasser sparen. Der gesamte Küchenbereich des Untergeschosses wurde entfernt und neu gestaltet. Die Internetanbindung für 12 PC Plätze wurde verbessert und das UG mit W-Lan ausgestattet. Ebenso ist eine 5.1 Audiosoundanlage für Filmvorführungen im Foyerbereich neben der erneuerten vorhandenen Raumbeschallung eingebaut worden. Die technischen Geräte der Küche im Untergeschoss haben einer gewissen Eingewöhnung bedurft (das Industriegeschirrspülgerät, der Induktionszeranfeldkochherd, die Profimikrowelle und der alte Kaffeeautomat). Inzwischen wissen auch fast alle Nutzer, wo in der neuen Schrankanlage welches

Geschirrteil aufbewahrt wird. Der neue Tresenbereich wurde dem alten nachempfunden. Die Beleuchtung ist viel heller und energiesparender als zuvor. Indirekt kuschliges Licht kann neben einer hellen Arbeitsbeleuchtung wechseln. Die gesamte elektrische Anlage im Untergeschoss wurde von Grund auf erneuert und eine neue Zuleitung für die Kirchenelektrik vorbereitet. Der neue Fußboden im Flur-, Küchen-, Foyer– und Toilettenbereich und die hochwertigen Schallschutzdecken geben dem Untergeschoss ein wohnliches Ambiente. Die eigens aus einer über 10 Jahre abgelagerten Eiche angefertigte Garderobenleiste fällt bei all diesen Neuerungen gar nicht ins Gewicht und hat bei aller Nebensächlichkeit doch Herrn Klar, der diese Arbeiten im Auftrag des Kirchenvorstandes ehrenamtlich täglich begleitet hat, viel Kopfzerbrechen bereitet. Der Vasenschrank im neu gespiegelten Vorraum der Damentoiletten ist mit einem Alapebecken ausgestattet und für die Blumenfrauen praktisch eingerichtet. Unsere größte Errungenschaft, die auch der Auslöser für diese umfänglichen Sanierungsmaßnahmen im Untergeschoss war, ist der Aufzug ins UG. Ein wirklich gelungenes Fahrzeug. Es steht da, als ob es schon immer da war. Die sensible Anpassung an unseren Kirchenbau hat viele Gespräche und Zeit gebraucht, auch die dadurch notwendig gewordene Neugestaltung der Informationstafeln im Vorraum der Kirche, die Umlegung der Heizkörper, der Solarinfotafel und die damit verbundenen Sicherheitsprobleme des Treppenaufgangs. Es ist ein super Ergebnis mit einem deutlichen Signal an unsere älteren Gemeindeglieder und an unsere Familien mit Kindern im Kinderwagen: Ihr seid alle herzlich willkommen in unserer Gemeinde. Die öffentliche Anerkennung dieser Maßnahmen unsere Räume behindertengerecht zugänglich zu machen und auszustatten, fand auch eine finanzielle Unterstützung aus Stiftungsgeldern. Dafür sind wir sehr dankbar. In diesem Zusammenhang fand auch der Umbau der Gästewohnung im Gemeindezentrum statt. Die Toilette wurde behindertengerecht umgebaut und die Zuwegung öffentlich nutzbar. Ebenso wurde die Badewanne durch eine ebenerdige Dusche in diesem Bereich ersetzt. Die Mitarbeiterinnen erhielten dadurch eine separate Mitarbeitertoilette und die Gästewohnung wurde in der Funktionalität nicht wesentlich eingeschränkt. Kaum bemerkt wurde die neue Eichenholz Beplankung der Bank unter der Plantane am hinteren Kirchenausgang zum Pfarrhof hin. Die neue Hoftoranlage zum Parkplatz fand bei allen eine wohlwollende Anerkennung, geht sie doch leicht und sicher und ist sie tatsächlich 20 cm breiter als die altausgediente.

Im Kirchenvorstand haben wir die Baumaßnahmen für 2012 und die folgende Jahre vorbereitet. Alle Dächer unseres Gemeindezentrums werden im Laufe der nächsten Jahre grundlegend erneuert. Wir beginnen mit dem Kirchendach und den Kirchenfenstern im Lichtbandbereich. 18 Fenster müssen erneuert werden. Für die Risse im Beton der Kirche wird ein Gutachten nötig sein, um die richtigen Betonsanierungsentscheidungen für die Kernsubstanz der Kirchenkonstruktion zu treffen. Die elektrische Anlage der Kirche ist die einzige Altanlage im Gemeindezentrum und wird, wenn das Dach dicht und neu ist, in Angriff genommen werden. Eine Neuausmalung der Kirche bis zum Fensterring ist dann abschließend für diesen Bauabschnitt in Planung. Unsere Kita wird im kommenden Jahr 40 Jahre jung. Wir haben die Sanierung und Neugestaltung des Spielplatzes auf den Weg gebracht und hoffen auf die Unterstützung des U3 -(unter Dreijährige)Bundesfonds. Natürlich sind auch eigene Anstrengungen finanzieller Art notwendig.

Neben diesen äußeren baulichen Dingen hatte der Kirchenvorstand eine Vielzahl von Personalentscheidungen zu fällen. Unser Hort, der derzeit 135 Kindern ein zu Hause gibt, ist dabei ein wichtiger Punkt unserer Aufmerksamkeit. Eigens dazu haben wir seit mehreren Jahren eine Kita-Hort-AG gegründet, die alle Sorgen und Nöte und Freuden des Kita- und Hortbereiches für den Kirchenvorstand entscheidungsfähig vorbereitet.

Wir konnten im vergangenen Jahr neue Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen im Erzieherbereich unserer Gemeinde gewinnen: Frau Mende - wir konnten ihr im September zur Hochzeit als Frau Ebert gratulieren -, Frau Foltys, Frau Dejardin, Frau Riffel, Frau Wissenbach und Herrn Gwozdz. Für den Bereich unserer Küche konnten wir Herrn Wojszko, Herrn Günther und Herrn Plewka einstellen. Einige haben uns verlassen. Erwähnen möchte ich hier dankbar Frau Mackowiak
(s.S. 28).

Mit dem 1. Januar 2011 wurde unsere Küche zum Gewerbebetrieb. So haben wir neben dem ideellen Anteil unserer Küche (alle sozialen Aktivitäten der Versorgung sozial Schwacher und Hilfsbedürftiger, alle Unterstützung gemeinnütziger Aktivitäten und Projekte) auch die Möglichkeit des Caterings für den gehobenen und Biovollwertbereich auf dem freien Markt.

Alles in allem ist es wieder ein volles Paket Leben, das der Kirchenvorstand durch mutige und kluge Entscheidungen in unserer Gemeinde ermöglicht hat. Dankbar blicken wir auf das Vollbrachte zurück und nehmen die Verwirklichung der begonnenen Planungen in Angriff.

Möge unser Tun und Walten vom Segen Gottes geleitet sein, damit wir im Süden Berlins als Kirche ein Zeichen seiner Gegenwart bleiben, einer Gegenwart des Gottes, der sich um die Menschen sorgt und ihnen nachgeht auch durch unser Tun.

Pfarrer Bertram Tippelt,
Kirchenvorstandsvorsitzender

 

 




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