25 Jahre KAB Herzlichen Glückwunsch

Liebe Jubilarinnen und Jubilare, sehr geehrter Herr Präses, liebe Jubilierende und das sind eigentlich alle, die heute hier sind und mitfeiern.

25 Jahre, ein Viertel Jahrhundert, die Zeit, in der aus einem Säugling ein erwachsener Mensch wird. Ein langer Zeitabschnitt und doch im Rückblick so kurz. 1979 Gründung der KAB-Gruppe St. Dominicus, und was ist in der Gruppe seit dieser Zeit alles geschehen. Viele Dinge waren einmalig, so z.B. der Wechsel im Vorsitz. Die Stabübergabe von Hanne Ulbig an Christa Kaiser-Viaene. Andere Dinge wiederholten sich, teilweise regelmäßig, andere wieder änderten sich, wie z.B. eure Aktion zur Weltnotwerksammlung; früher eure mexikanische Bohnensuppe und kandierte Äpfel auf dem Rixdorfer Weihnachtsmarkt, heute hl. Messe mit Kollekte.

Ständig wiederkehrend eure Anbetungsstunde am Gründonnerstag, eure ökumenischen Veranstaltungen und Themen (kein Wunder bei dem Präses) und euer Preisskat.

Habe mal ein paar Jahre rückwärts in meinen 'Berliner Rufen' nachgeblättert und dabei festgestellt, dass ihr an Bildungsabenden überwiegend religiöse Themen behandelt.

All die genannten Dinge prägen das Image einer Gruppe und sind somit auch der Grund für ihren Zusammenhalt.

Immerhin befeiern wir heute 11 eurer Mitglieder als Jubilarinnen und Jubilare, vier 40 jährige und sieben 25 jährige. Diese Treue zum Verein bzw. Verband trotz Beitragserhöhungen und auch diversen ehrenamtlichen Tätigkeiten mit viel Zeitaufwand kann nicht hoch genug bewertet werden.

Aber was macht einen Verein so attraktiv, dass man ihm auch bei Belastungen so lange die Treue hält? Diese Frage wird bei fast allen verbandlichen Seminaren gestellt, und immer ist die häufigste Antwort „Gemeinschaft".

Also ist doch bei allen Individualisierungsbestrebungen der Wunsch nach Gemeinschaft nicht abhanden gekommen, vielleicht sogar verstärkt worden. Viele fühlen sich in ihrer KAB-Gruppe regelrecht beheimatet, teilweise selbst dann, wenn sie nur noch als Beitragszahler/in dabei sind und nur ab und zu von ihrer Vertrauensfrau oder ihrem Vertrauensmann besucht werden. Dieses Gefühl, dazu zu gehören, ist eben unersetzlich.

Deswegen warne ich die Gruppen immer, sich über die zu mokieren, die "ja doch nie kommen" und nur noch Beitrag zahlen. Mein Pfarrer hat mir vor vielen Jahren einmal vorgeschlagen, diese alle aus der KAB auszuschließen. Mir fiel als Antwort darauf nur ein, dass die Kirche dann auch alle Kirchensteuerzahler, die sonntags nicht in die hl. Messe gehen, ausschließen sollte. Ich denke, unser Bistum wäre dann schon viel früher pleite gewesen.

Jemand der seinen Beitrag bezahlt, gibt doch damit zu verstehen, dass er dabei sein will und evtl. auch etwas dafür erwartet. Also gilt es zu überlegen, wie man diesen Erwartungen gerecht werden kann evtl. nach dem Motto 'reden sie mit uns'.

Meine persönliche Erfahrung ist, dass einige Mitglieder nach jahrelanger Abwesenheit, vielleicht weil die Kinder inzwischen abends allein bleiben können oder die Eltern nicht mehr pflegebedürftig sind oder der Alltagsstress anderweitig abgebaut werden konnte, irgendwann wieder voll mit dabei sind.

Für einige ist die KAB auch der letzte Faden mit dem er oder sie noch an der Kirche hängt.

Das Diözesane Pastoralforum hat das u.a. so ausgedrückt: 'In kath. Verbänden engagieren sich Christen nicht nur zum eigenen Nutzen sondern auch, um christliche Wertvorstellungen in die Gesellschaft einzubringen. Nicht selten haben Christinnen und Christen durch die Mitgliedschaft in einem kath. Verband eine dauerhafte Beziehung zur Kirche.’

Soviel zu dem kleinen Teil der KAB, der Gruppe oder wie einige sagen, dem Verein. Dahinter steht jedoch der Verband. Aus unserer Sicht zunächst der Diözesanverband und danach die KAB Deutschlands e.V. Auch wenn die neue Satzung das etwas anders ausdrückt.

Interessant war, dass bei unserem Quiz am 30. April auf dem Schiff, die Frage nach dem jetzt gültigen Namen der KAB, die meisten falschen Antworten brachte.

Sonderbarerweise wussten unsere Gäste teilweise besser darüber Bescheid als unsere Mitglieder. Für mich aber wiederum der Beweis, dass uns der Diözesanverband eben doch viel näher steht als die KAB Deutschlands. Doch ohne diese wäre auch unser Diözesanverband längst am Ende.

Denn fast die gesamte Bildungsarbeit fußt im großen Verband, vor allem, was die Weiterbildung der Sekretäre und Rechtschutzbeauftragten anbelangt.

Die Angebote unserer Bildungshäuser, die Übernahme von Verantwortung in unseren Jugendausbildungsstätten, die Einmischung in die Tagespolitik - wie derzeit mit unserem Rentenmodell - wäre ohne den großen Verband nicht gut möglich. Daher sollte es jeder KAB-Gruppe ein Anliegen sein, auch immer ein offenes Ohr dafür zu haben, welches Thema im Verband gerade besonders behandelt wird. Unsere Zeitung IMPULS ist dafür ein gutes Medium.

Die im Bundesausschuss beschlossene Kampagne: "Menschen beteiligen - Gerechtigkeit schaffen“ mit dem Ziel 'Ein gutes Leben für alle' zu erreichen, ist selbst in den Reihen der KAB auf sehr unterschiedliche Akzeptanz bis zur teilweisen Ablehnung gestoßen.

Darum mein Vorschlag, versucht es mal, an einem Bildungs- oder Gruppenabend darüber zu sprechen.

Am besten ist, wenn jeder in einem oder höchstens zwei Sätzen sagt oder schreibt, was aus seiner Sicht 'Ein gutes Leben für alle' bedeutet. Ich verspreche euch, es wird ein spannender Abend.

Damit es aber auch heute nicht nur ein spannender sondern auch ein festlicher und fröhlicher Abend wird, will ich dieses Thema, das damit eigentlich erst anfängt, nicht weiter ausführen, sondern nur noch den Dank und die Glückwünsche der Diözesanleitung zum heutigen Fest überbringen.

Den besonderen Dank an alle, die sich mit ldeen, Zeitaufwand, Arbeitsleistung und oftmals auch Kosten für die KAB St. Dominicus eingebracht haben. Stellvertretend für alle anderen will ich da nur die beiden Namen Johannes Ulbig und Christa Kaiser-Viaene nennen.

Keine Namen nenne ich bei den Glückwünschen, denn die sind sowieso für alle Mitglieder dieser munteren Gruppe weil sie ja alle diese Munterkeit erst ausmachen. Für die Zukunft Glück und Gottes Segen und weiterhin euren verständnisvollen Präses.

Zum Schluss darf ich noch die Ehrung der 11 Jubilarinnen und Jubilare vornehmen. Die Vorsitzende hatte mich darum gebeten, weil sie heute selbst betroffen ist. Und nur aus diesem Grunde fange ich auch bei ihr an.

Barbara Schröder

KAB-Diözesanvorsitzende




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