Liturgische Kolumne

Lichtmess im Klee, Ostern im Schnee

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Früher ... vor dem Konzil, endete hier, am 2.2. am 40. Tag nach der Geburt des Herrn, die Weihnachtszeit.  Die Kerzenweihe gab dem Fest den Namen Mariä Lichtmess. Eigentlich handelt es sich jedoch um ein Herrenfest. Mitte des 5.Jh. erscheint dieses Fest als „Fest der Begegnung“ mit Lichterprozession. Ja, hier begegnen sich Welten. Maria und Joseph bringen das Kind, um der jüdischen Vorschrift genüge zu tun und zu opfern. Sie werden nicht nur von Gott im Tempel erwartet, sondern von zwei alten Menschen Hanna und Simeon, die auf Gott warten. So können wir es verstehen, wir begegnen Gott, dem menschgewordenen Gott, da muss man bisweilen warten, geduldig warten. Bei soviel Geduld kann man den Lobgesang des alten Simeon wohl verstehen, wenn er in Jubel ausbricht und singt:
“Nun lässt du Herr deinen Knecht, wie du gesagt hast, in Frieden scheiden, denn meine Augen haben das Heil gesehen, das du allen Völkern verheißen hast, ein Licht, das die Heiden erleuchtet und Herrlichkeit für dein Volk Israel“ (GL 703).

Hier begegnen sich Welten, die irdische, in der Simeon noch lebt und die himmlische, die sich im Angesicht des Kindes eröffnet.

Die Bauern haben die Zeiten beobachtet. Für „Lichtmess“ gibt es viele Regeln. Mögen wir die Zeiten und Welten beobachten, damit wir nicht verpassen, wenn der Himmel sich öffnet und zünden wir dafür Lichter an.

cb

 

 




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