Einladung zur Kolumne

Als ich beim Pfarrjugendrat anfragte, eine Jugendkolumne regelmäßig im Gemeindebrief erscheinen zu lassen, war das Interesse und die Begeisterung, auch wenn man mir versicherte es sei anders, nicht zu sehen. Eine Kolumne bedeutet ja auch Arbeit, erfordert Engagement seitens der Autoren und seitens der Leser, die ich zum Schreiben herzlich einlade. Nach einem beratenden Gespräch meiner Mutter mit mir, entschied ich mich dazu, dass aus der ursprünglich geplanten „Jugendkolumne“ eine Kolumne von und für die Gemeinde wird. Die Kolumne kann somit zu einer Plattform für Jung und Alt sein, so dass Jung die Erfahrenheit der Älteren genießen darf und Alt von den Jüngeren gesagt bekommt wie man die Dinge als Jugendlicher heutzutage beurteilt, und man darüber diskutieren kann. Dafür erforderlich sind Autoren, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen. Von Erwachsenen (den Älteren) würde ich mir in diesem Jahr alte 1968er- Geschichten, Erfahrungen mit dem Existenzialismus (anlässlich des 100. Geburtstages Simone de Beauvoir) oder andere Erfahrungen und Geschichten zu hören, die natürlich auch den Zeitgeist betreffen können, vielleicht auch müssen. Es soll ein Ort sein, wo aufgerüttelt wird, wo noch geschlafen wird, wo ausgesprochen wird, was ausgesprochen werden muss, wo gesagt wird, was man sich auf einer Ratssitzung nicht getraut hat auszusprechen.

Wem das alles utopisch und realitätsfern klingt, mir ist nicht wichtig ein politisches, kirchenkritisches, gesellschaftskritisches Forum zu errichten, es geht mir lediglich darum, dass Gedanken, Vorstellungen und Ansichten zu sinnvollen Themen, wie z.B. Politik, Kirche und Gesellschaft oder auch ganz alltägliche Szenen zum Ausdruck gebracht werden. Oder wer mit vollständiger „Öffnung des Leibes und der Seele“ (Kafka, im Tagebuch nach der Niederschrift der Erzählung „Das Urteil“) schreiben will, seinem Erfindungsgeist freien Lauf lassen will (Erzählungen, Kurzgeschichten, Gedichte, kurze dramatische Stücke, Dialoge …) sei hiermit herzlich eingeladen. Ich erinnere daran, dass die Texte in einem Gemeindebrief veröffentlicht werden, und bitte alle Autoren, Rücksicht zu nehmen. Und wer weiß, wenn wir erst ein oder zwei Jahre an dieser Kolumne gearbeitet haben werden, vielleicht bringen wir dann den Mut auf, gesammelte Kolumnen zu einem Verlag zu senden.

Ich freue mich auf die ersten Einsendungen. Meine E-Mail- Adresse lautet: art.romanowski@gmx.net

Carpe Diem -  Euer Arthur

 

 




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